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Donnerstag, 06.05.2010

Platsch Quatsch: Unser Pitti hat ’ne neue Stimme

DRESDEN - Ach du meine Nase - der neue „Pittiplatsch“ ist ein Dresdner! Puppenspieler Christian Sengewald (33) hat das Erbe des im Mai 2009 verstorbenen Pittiplatsch-Vaters Heinz Schröder angetreten.

Alle großen und kleinen Fernsehkieker wird’s freuen: Mit Sengewald ist das Tournee-Ensemble um Barbara Augustin und Bärbel Möllendorf wieder komplett. Der Dresdner leiht neben dem schwarzen Kobold auch Herrn Fuchs, Frau Elster und Moppi seine Stimme. Tut er das mal nicht, steht er als Schauspieler auf den Brettern der Berliner Volksbühne oder vor der Kamera, wie für den TV-Krimi „Wolffs Revier“.

„Ich bin mit Pitti aufgewachsen. Dass ich ihn selbst einmal spreche, hätte ich mir nicht träumen lassen“, gesteht Sengewald. Seit 1962 Pittiplatsch ins Märchenland des DFF einzog, begeisterte er Millionen Kinder und ihre Eltern. Bis zur Abwicklung des DDR-Fernsehens 1991 wurden Hunderte Abenteuer mit dem schwarzen Kobold produziert, er ziert sogar eine Briefmarke - obwohl sozialistische Pädagogen ihn anfänglich vom Bildschirm verbannen wollten. Der Kobold war zu rebellisch, gab kein braves Vorbild ab.

Seit 1993 ziehen Pitti und seine Freunde mit einem Puppenspielensemble durch Ostdeutschland. Als Schröder starb, drohte auch Pitti von der Bildfläche zu verschwinden. Zum Glück meldete sich Sengewald auf eine Suchanzeige, sodass „Pittiplatsch auf Reisen“ gehen kann - die neue Tournee startet im Oktober. Manager Andreas Winkler („Show Express Könnern“) ist begeistert: „Sengewald wird von Auftritt zu Auftritt immer besser. Er kommt stimmlich ganz nahe an den jungen Schröder ran. Und das Lachen von Herrn Fuchs ist einfach wunderbar!“

KK