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Freitag, 09.11.2018

Pkw stößt mit Holztransporter zusammen

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag früh auf der S 81 zwischen Auer und Friedewald. Der Fahrer des Pkws wurde dabei schwer verletzt.

Der Skoda kollidierte mit der hinteren linken Ecke des Anhängers und wurde dadurch in die Leitplanke der Auffahrt des Gabelweges geschleudert.
Der Skoda kollidierte mit der hinteren linken Ecke des Anhängers und wurde dadurch in die Leitplanke der Auffahrt des Gabelweges geschleudert.

© Tino Plunert

Moritzburg. Am frühen Donnerstagmorgen geht auf der Staatsstraße 81 gar nichts mehr. In kurzer Zeit bilden sich Staus in beide Richtungen. Grund ist ein Unfall, der sich zwischen Auer und Friedewald in Höhe des Gabelweges ereignet hat.

Darin verwickelt sind ein Skoda und ein Langholztransporter. Während am Hänger des beladenen Transporters nicht viel vom Zusammenstoß mit dem Auto zu sehen ist, hat es dieses auf der Fahrerseite vom Frontstoßfänger bis zur Fahrertür aufgerissen. Laut Angaben von Polizeisprecherin Ilka Rosenkranz wurde der Skoda-Fahrer schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Wie die Polizei informiert, war der polnische Holztransporter gegen 6 Uhr vom Waldweg nach links auf die Staatsstraße in Richtung Auer aufgefahren. Der ihm dabei von links entgegenkommende 59-jährige Skoda-Fahrer erkannte den Hänger möglicherweise zu spät und kollidierte mit dessen Heck.

Durch die Wucht des Aufpralls kam der Pkw ins Schleudern und landete in einer Leitplanke der Auffahrt des Gabelweges. Ohne diese wäre er vermutlich den drei Meter tiefen Abhang hinuntergerollt. Dort unterquert ein Tunnel für Fußgänger und Radfahrer die Staatsstraße.

Zum Zeitpunkt des Unfalls war es noch dunkel. Denn die Sonne geht derzeit erst eine gute Stunde später auf. Zur genauen Unfallursache konnten noch keine Aussagen gemacht werden. Der Dresdner Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wie ein Fotoreporter berichtet, soll der Hänger des Holzlasters nach Angaben eines Augenzeugen nicht beleuchtet gewesen sein. Da der Skoda-Fahrer dem Holztransporter aber entgegengefahren ist, hätte er dies wohl ohnehin nicht gesehen. Der Augenzeuge hätte auch beobachtet, dass einige Fahrzeuge durch die Unfallstelle durchgefahren seien – ohne zu stoppen.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Friedewald waren erst kurz vor halb sieben alarmiert worden. „Als wir vor Ort eintrafen, war der Verletzte schon abtransportiert worden“, sagt Ortswehrleiter Jens Kaltschmidt. Er und seine Kameraden kümmerten sich um die ausgelaufenen Betriebsmittel des Pkws und das Einsammeln der Trümmerteile. „Die waren sehr weit verstreut.“

Zunächst mussten allerdings alle Spuren aufgenommen werden. Und so hieß es sowohl für die Feuerwehrleute als auch die vielen Fahrer im Stau warten, wobei besonders die Brummi-Lenker betroffen waren, die nicht wenden konnten. „Wir waren so reichlich zwei Stunden im Einsatz“, ergänzt Jens Kaltschmidt.

Aus Sicht der Feuerwehr ist die S 81 in diesem Bereich ein Unfallschwerpunkt. „Wir würden eine Geschwindigkeitsbegrenzung begrüßen, da hier noch weitere Waldwege mit Parkmöglichkeiten einmünden und aufgrund der geraden Strecke häufig zu schnell gefahren wird.“ Regelmäßig kommt es so auch zu Unfällen.

Daniel von Sachsen, Betriebsleiter der Wettinischen Forstverwaltung, sieht das ähnlich: „Ich bin froh, dass ich hier nur oft mit dem Pkw statt Lkw unterwegs bin. Denn manche fahren wie auf der Autobahn.“ Da sei es schwer, in den Wald abzubiegen oder von dort aufzufahren. Als der Straßenneubau vorbereitet wurde, „haben wir im Planungsverfahren eine Geschwindigkeitsbegrenzung gefordert. Wegen der Einmündungen und der alten Wildwechsel“, ergänzt von Sachsen. Das sei aber mit der Begründung abgelehnt worden, dass neue Straßen für Höchstgeschwindigkeit gebaut würden. Die Unfälle sollten Anlass sein, das zu überprüfen. (SZ/gör/jr; Plunert)