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Donnerstag, 26.07.2018

Pirna-Copitz „wildert“ in Kamenz

Von Ronny Zimmermann

Schon im Training ist der neue Eifer zu spüren. Knapp 20 Spieler begrüßten Frank Paulus und Enrico Mühle zur ersten Einheit vor zehn Tagen. Das Trainerduo des VfL Pirna-Copitz freut sich über die neuen Möglichkeiten. Ob Spielformen oder Taktik, ob Stationsbetrieb oder Kraftzirkel – im Willy-Tröger-Stadion herrscht ein reger Trainingsbetrieb. Nach dem achten Platz in der vergangenen Landesliga-Saison, den die Pirnaer vor allem durch einen überzeugenden Endspurt mit fünf Siegen erreichten, soll der nächste Schritt gemacht werden.

Im Sachsenpokal erwischte Pirna den Radebeuler BC, gespielt wird am 18. oder 19. August. Der VfL muss wie im Vorjahr beim 0:1 wieder auswärts ran. Vergangene Saison verloren die Copitzer auch beide Liga-Begegnungen – 1:2 und 2:3. Da die sächsischen Vertreter aus höheren Ligen erst in späteren Runden einsteigen, ist das ein vermeintliches „Hammerlos“. Auch in Sachsens höchster Spielklasse stehen die Lila-Weißen vor keinem einfachen Auftaktprogramm: Am 25. August wird die Saison eröffnet – Pirna tritt beim Vorjahresfünften in Lößnitz an. Eine Woche später reist Aufsteiger Germania Mittweida an die Elbe.

Torhüter spielte für DFB-Auswahl

Immerhin: Das Pirnaer Team hat viel Qualität dazugewonnen. Gleich viermal bediente sich der VfL bei Oberliga-Absteiger Einheit Kamenz. Für das Tor kommt Ron Wochnik (27), als Führungsspieler taugt Eric Prentki (28) und für den Offensivbereich stoßen Stefan Höer (30) und Sebastian Heine (23) hinzu. Vom FC Lößnitz holte der VfL mit Tim Baumann (23) einen Verteidiger. „Ich freue mich sehr, dass wir diese außerordentlich guten Spieler für uns gewinnen konnten“, sagt Trainer Paulus.

Ein Blick auf die Statistik zeigt, welche Qualität der VfL eingekauft hat. Ron Wochnik, aufgewachsen in Heidenau, spielte in der U 19 für Werder Bremen. Zudem absolvierte er vier Nachwuchs-Länderspiele für Deutschland. Nach einer Verletzung kehrte er – auch aus beruflichen Gründen – nach Sachsen zurück. Für Kamenz und Budissa Bautzen hielt er 30 Mal in der Oberliga.

Auch von Stefan Höer ist er absolut überzeugt: „Er lässt sich auch mal zurückfallen und holt sich die Bälle in der Tiefe ab. Mit ihm wird unser Angriffsspiel noch variabler.“ Höer bestritt für Bautzen 15 Regionalliga-Partien. Hinzu kommen 46 Partien (acht Tore) in der Oberliga und 105 Einsätze (60 Tore) in der Landesliga.

Eine Führungsrolle soll Eric Prentki einnehmen. Er kommt mit der Empfehlung von 159 Landesliga- und 29 Oberligapartien nach Pirna. „Eric ist ein richtiger Leader, der ein Spiel organisieren und anschieben kann“, sagt Paulus. In der Jugend war der Mittelfeldspieler überwiegend für Dynamo Dresden am Ball. Eine gute Ausbildung im Juniorenalter genoss auch Tim Baumann: Der Verteidiger spielte mit dem Chemnitzer FC in der A-Junioren-Bundesliga und war als Nachwuchskicker auch für den FSV Zwickau aktiv. Das Quintett an Neuzugängen komplettiert Sebastian Heine. Ein sehr agiler, dynamischer Offensivspieler. Heine litt zuletzt an einer Kreuzbandverletzung, wird Schritt für Schritt herangeführt. (rz)