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Freitag, 19.10.2018

Pirna-Copitz unter Zugzwang

Von Jürgen Schwarz

Ohne Zweifel, die Ausbeute ist mager. Nach sieben Spieltagen steht der VfL Pirna-Copitz (12.) in der Fußball-Landesliga mit nur sechs Zählern zu Buche. Eintracht Niesky auf dem ersten Nichtabstiegsplatz hat ebenso viele Zähler auf dem Konto. Und nun reist mit dem SV Einheit Kamenz (2.) ausgerechnet ein Titelanwärter im Willy-Tröger-Stadion an. Gespielt wird am Sonnabend ab 15 Uhr.

Nicht wenige Experten und wohl auch der eine oder andere VfL-Verantwortliche waren vor dem Saisonstart davon ausgegangen, dass dieses Duell am 8. Spieltag ein Spitzenspiel sein würde. Schließlich spielten die Kamenzer in der Vorsaison noch in der Oberliga – und danach wechselten vier Spieler nach Pirna: Torhüter Ron Wochnik sowie Stefan Höer, Eric Prentki und Sebastian Heine. „Neben Großenhain und Lößnitz sind die Copitzer für mich ein Aufstiegskandidat“, hatte Einheit-Trainer Frank Rietschel nach dem Weggang seiner vier Leistungsträger gesagt. Aktuell hat seine Mannschaft aber zehn Punkte mehr auf der Habenseite .

Von großem Vorteil erweist sich für die Lessingstädter die Tatsache, dass dem Verein mit Regionalligist Bischofswerdaer FV ein starker Partner zur Seite steht. Mit Sandro Schulz, Robin Huth und Marcel Hänsel kamen drei Spieler aus Schiebock. „Ich denke, diese Wechsel bringen beiden Vereinen viel. Die Jungs können Spielpraxis sammeln und werden im Wettkampf regelmäßig gefordert“, sagt Rietschel. „Generell halte ich diese Variante für besser, als die Anschlusskader in einer zweiten Mannschaft spielen zu lassen, deren Spielklasse viel weiter unter angesiedelt ist.“

Die letzten Punktspielduelle zwischen Copitz und Kamenz gingen in der Saison 2016/17 über die Bühne. Der VfL gewann in der Lessingstadt mit 2:0. Im Rückspiel drehten die Kamenzer den Spieß um (2:0). Einer der Torschützen war der damalige Kapitän Prentki, der sicher nichts dagegen haben würde, nun gegen seinen Ex-Verein erneut zu treffen.

Sebastian Heine kann indes nicht mitwirken. Er hat sich erneut einen Kreuzbandriss zugezogen, soll Ende Oktober operiert werden und fällt danach ein halbes Jahr aus. Äußerst bitter für Trainer Frank Paulus, denn dieser hatte mit Freude zur Kenntnis genommen, dass Heine, mit drei Treffern bester VfL-Torschütze, nach seinem Kreuzbandriss im Vorjahr auf dem Weg zu seiner Bestform war. (js)