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Sonntag, 29.04.2018

Pech in der Nachspielzeit

In einem packenden Endspiel holen die Döbelner HSG-Männer den Sieg im Handball-Sachsenpokal. Dabei hatten die Cunewalder drei Sekunden vor Schluss noch die Nase vorn.

Von Dirk Westphal und Frank Korn

Bilder vom Pokalfinale in Döbeln

Überragender Oberlausitzer Spieler im Finale war Michal Naimann – er brachte es auf zwölf Tore.
Überragender Oberlausitzer Spieler im Finale war Michal Naimann – er brachte es auf zwölf Tore.

© Dirk Westphal

Handball – Sachsenpokal. Die Handballer der HSG Neudorf/Döbeln sind Pokalsieger 2017/2018. Im Finale vor 800 Zuschauern in der Döbelner Stadtsporthalle bezwangen sie die SG HVO Cunewalde/Sohland mit 33:28. Die beiden Mannschaften lieferten sich ein packendes Spiel, bei dem Zuschauer auf ihre Kosten kamen.

Bilder vom Pokalfinale in Döbeln

Die Cunewalder verbuchten den besseren Start. Nach acht Minuten führten sie mit 5:2. HSG-Trainer Thomas Schneider nahm eine Auszeit. Danach lief das Spiel der Gastgeber besser, beim 7:7 in der 16. Minute glichen sie erstmals aus. Das Spiel entwickelte sich immer mehr zu einer packenden Auseinandersetzung. Während beim HVO Michal Naimann, mit zwölf Toren bester Werfer der Gäste, kaum zu stellen war, sorgte auf der Gegenseite Christopher Nötzel mit fünf Treffern in Hälfte eins für Furore. Die HSG Neudorf/Döbeln ging mit einer knappen 14:13-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel schien es, als könnten sich die Gastgeber etwas absetzen. Drei Tore Vorsprung (19:16) der HSG veranlassten HVO-Trainer Carsten John, eine Auszeit zu nehmen. Die Cunewalder kämpften sich wieder heran. In dieser Phase trafen die Gastgeber bei zwei Siebenmetern nur Pfosten beziehungsweise Querlatte. Drei Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit führte der HVO mit 23:22, doch Tobias Rudolph behielt nach einem Freiwurf die Nerven und glich aus.

Auch nach der ersten Verlängerung gab es noch keine Entscheidung (25:25). Angefeuert von den Fans warfen beide Mannschaften noch einmal alles in die Waagschale. In der zweiten Verlängerung bekamen die Neudorf/Döbelner die zweite Luft. Torhüter Enrico Scheunert zeigte weiter tolle Paraden und im Angriff bewiesen die HSG-Werfer nun die nötige Kaltblütigkeit. So stand am Ende ein 33:28-Erfolg der HSG Neudorf/Döbeln zu Buche. Als „Man oft he Match“ wurde HSG-Akteur André Richter geehrt.

Dieses erneute Handballfest in Döbeln wurde von einem gutklassigen Frauenfinale abgerundet, in dem Verbandsligist HV Chemnitz III gegen Sachsenligist HV Chemnitz II mit 27:24 die Oberhand behielt. Ronald Schierbok, Pokalwart des Handball-Verbandes Sachsen, war des Lobes voll. „Die Organisation durch die HSG Neudorf/Döbeln hat wieder perfekt geklappt. Beide Spiele vor toller Zuschauerkulisse waren Werbung für den Handballsport“, sagte Schierbok.