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Freitag, 09.11.2018

Pause mit Ausblick

Es war schon Gras über die Stelle gewachsen, an der einmal das alte Postgebäude stand. Jetzt gibt es dort Bänke und eine Info-Tafel.

Anstelle des alten Postgebäudes in Klosterbuch haben die Eigentümer des Geländes Bänke und eine Tafel aufstellen lassen. Darauf gibt es Informationen zu dem 2017 abgerissenen Haus und dem ehemaligen Bahnhof gegenüber.:
Anstelle des alten Postgebäudes in Klosterbuch haben die Eigentümer des Geländes Bänke und eine Tafel aufstellen lassen. Darauf gibt es Informationen zu dem 2017 abgerissenen Haus und dem ehemaligen Bahnhof gegenüber.:

© André Braun

Leisnig/Klosterbuch. Wer zu Fuß oder mit dem Rad auf dem Muldenradweg in der Ortslage Klosterbuch unterwegs ist, der hat jetzt eine Möglichkeit mehr, kurz an- und innezuhalten. Wo bis vor fast genau einem Jahr noch das ehemalige Postgebäude gestanden hat, gibt es jetzt zwei Bänke und eine Informationstafel. Auf der sind Details sowohl über die weggerissene frühere Post als auch über das einstige Bahnhofsgebäude gegenüber vermerkt. Denn wer auf der Bank ausruht, hat einen guten Blick auf das wieder in Ordnung gebrachte Bahnhofsgebäude. Das ist mit einer gelb gestrichenen Fassade und dem neu eingedeckten Dach ein Hingucker im Vergleich zur einstigen Tristesse. Diese sowie stetiger Verfall waren auch das Schicksal des Postgebäudes. Das ist vorm Abriss im vergangenen Spätherbst noch von der Denkmalschutzliste genommen worden.

Eigentlich hatte sich der Verein Be-greifen vorgenommen, die Immobilie zu erhalten, dafür auch schon Spenden in Form von Baumaterial gesammelt. Doch die eigentliche Nutzungsidee, dort Menschen nach dem Entzug und vor der Langzeittherapie zu betreuen, hatte sich im Laufe der Zeit zerschlagen. Überdies verschlechterte sich der Bauzustand drastisch.

Für den Rückbau konnten Zuschüsse aus dem Leader-Programm eingesetzt werden. Ein Viertel der Summe hat der Verein als Eigenanteil beigesteuert. (DA/sig)