erweiterte Suche
Samstag, 11.08.2018

Panzermine in Coschütz gesprengt

Die Mine wurde Freitagabend entdeckt und konnte nicht abtransportiert werden. Vor der Sprengung musste das Gebiet um den Fundort evakuiert werden.

Von Christoph Springer und Tobias Hoeflich

Bild 1 von 3

Das Gelände, wo die Panzermine gefunden wurde, war früher eine Halde.
Das Gelände, wo die Panzermine gefunden wurde, war früher eine Halde.

© Christian Juppe

  • Das Gelände, wo die Panzermine gefunden wurde, war früher eine Halde.
    Das Gelände, wo die Panzermine gefunden wurde, war früher eine Halde.
  • Ein Polizist sichert am Sonnabend den Evakuierungsbereich ab.
    Ein Polizist sichert am Sonnabend den Evakuierungsbereich ab.
  • Die Mine wurde vor der Sprengung mit Sandsäcken bedeckt.
    Die Mine wurde vor der Sprengung mit Sandsäcken bedeckt.

Dresden. In Coschütz ist am Samstagmittag eine Panzermine aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt worden. Sie wurde auf einem Grundstück im Stadtteil Gittersee am Freitagnachmittag bei Erdarbeiten entdeckt.

Einsatzkräfte sperrten den Bereich in einem Umkreis von etwa 250 Metern um den unmittelbaren Fundort ab. Die Polizei evakuierte von 8 bis 10 Uhr den Bereich. Wie viele Menschen genau in Sicherheit gebracht werden mussten, war zunächst unklar – die Polizei ging von einer Zahl im niedrigen dreistelligen Bereich aus. Kurz nach 11 Uhr vermeldete die Polizei schließlich die erfolgreiche Sprengung. Nutzer berichteten via Twitter und Facebook von einem lauten Knall.

Bei der Mine handelte es sich um eine T-Mine 42 deutscher Bauart aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, erklärt Daniel Großer-Scholz, Entschärfer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. „Ihr Zustand und der verwendeten Zündertyp ließen einen sicheren Transport nicht zu, weshalb eine Sprengung vor Ort unumgänglich war. Wir sind froh, dass der Einsatz so zügig und unkompliziert abgeschlossen werden konnte.“

Laut Großer-Scholz werden solche Panzerminen wegen der speziellen Art der Zündung immer gesprengt. Für die Sprengung wurde die Mine mit fast 400 Sandsäcken abgedeckt. Eine Hochspannungsleitung, die über das Gelände führte und nicht abgeschaltet werden konnte, sorgte für zusätzliche Schwierigkeiten. Während der Sprengung wurde der Sand bis zu 40 Meter in die Luft geschleudert.

Insgesamt kamen laut Polizei während der Maßnahmen 51 Feuerwehr- und Rettungskräfte, 16 Mitarbeiter der Dresdner Stadtverwaltung sowie 52 Polizeibeamte zum Einsatz.