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Montag, 13.06.2016

Ostrale droht Verlust des Domizils

Dresdens internationale zeitgenössische Kunstausstellung Ostrale bangt um ihre Zukunft. Die 10. Ausgabe werde wohl die letzte sein, die in den sanierungsbedürftigen Futter- und Kleinviehställen des früheren Schlachthofs stattfinde, teilten die Organisatoren mit. Die Stadt als Eigentümerin des Areals habe keine Lösung für einen Verbleib der Schau an diesem Ort oder in Dresden angeboten. Vielmehr sollen die Ausstellungsmacher den Angaben zufolge das marode Areal kaufen und sanieren. Die nötigen 4,5 bis 5 Millionen Euro könnten sie aber nicht aufbringen, „was der Stadt bekannt ist“, sagte Direktorin Andrea Hilger. Mit ihrer Haltung nehme die Stadt den Verlust der Ausstellung in Kauf, kritisierte Hilger. Damit bleibe nur, nach einem neuen Standort zu suchen. (dpa)