erweiterte Suche
Samstag, 09.06.2018

Ost-Strom soll nicht länger teurer sein

6

© Symbolfoto: dpa

Dresden. Über dieses Problem verhandeln Politiker seit Jahren, und die Lösung wird nun auch noch einige Jahre dauern: Strom ist in Ostdeutschland durchweg teurer als im Westen. Ab 2023 aber sollen die Preise für die Netznutzung in Ost und West gleich sein, teilte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Freitag mit. Der Bundesrat habe eine Verordnung beschlossen.

Laut Dulig zahlen ostdeutsche Haushaltsstromkunden für jede Kilowattstunde vier Cent mehr als in den alten Ländern. Das bedeute für eine Familie mit 3 500 Kilowattstunden Verbrauch im Jahr 140 Euro Mehrkosten. Ostdeutsche Politiker haben diesen Unterschied seit Jahren beklagt, aber zugleich Gründe genannt: In Ostdeutschland seien seit der Wende mehr Investitionen in die Leitungen geflossen, also höhere Kosten entstanden. Außerdem mussten große Windparks im Nordosten angeschlossen werden – und bei gutem Wind konnte nicht der gesamte Strom verkauft werden, sodass Entschädigungen an Stromerzeuger bezahlt wurden.

Bisher scheiterte die Ost-West-Angleichung auch daran, dass westdeutsche Politiker eine zusätzliche Preiserhöhung im Westen fürchteten. Dulig verspricht in seiner Mitteilung auch keine Preissenkung für den Osten, sondern will die Kosten „auf allen Schultern verteilen“. (SZ/mz)

Leser-Kommentare

Seite 1 von 2

Insgesamt 6 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Paul

    Wie jetzt? Im Osten ist doch alles extrem billiger als im Westen. Deshalb muß man die Jammerossis doch auch nicht richtig bezahlen. Denen geht's doch um Welten besser als allen anderen. Versteh ich nicht! --- Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten ---

  2. Manfred Hengst

    Und damit alles so bleibt wie es ist kämpfen Ex-Ost Politiker für den Erhalt der Braunkohle. Vor nichts hat die Bundesregierung mehr Angst wie vor der Rechnung der Konzerne bei Stilllegung. Bei der Stilllegung der Atomkraftwerke zahlen sie nun schon.

  3. Leser

    Wieviel Jahrhunderte werden wir im Osten noch für die Kriegsnachwehen und ihre latenten Auswirkungen gerade stehen müssen? Ich verzichte jetzt drauf ne Liste zu schreiben, wie sich das bisher geäußert hat aber das hier ist wieder ein klassisches Beispiel

  4. Leser

    Wieviel Jahrhunderte werden wir im Osten noch für die Kriegsnachwehen und ihre latenten Auswirkungen gerade stehen müssen? Ich verzichte jetzt drauf ne Liste zu schreiben, wie sich das bisher geäußert hat aber das hier ist wieder ein klassisches Beispiel

  5. Energie

    In Regionen, wo sich GRÜNE und Linke Weltverbesserer als "Klimaretter" austoben können, ist halt alles ein Bisserl teurer. Führt endlich eine Sondersteuer für landschaftsverunstaltende und vogeltötende Solar- und Windparkbetreiber ein! Die verdienen sich eine Goldene Nase und der Steuer- und Energiezahler zahlt für den Netzausbau; für Überschuss-Flatter-Strom, den dank Braunkohle keiner in der Region braucht.

Alle Kommentare anzeigen

Seite 1 von 2

Ihr Kommentar zum Artikel

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Verbleibende Zeichen: 1000
Text Bitte geben Sie die abgebildete Zeichenfolge ein
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Datenschutz.