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Freitag, 02.02.2018

Ordnungsamt startet mit Bettel-Streife

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Das Ordnungsamt soll nun das Bettel-Verbot kontrollieren.
Das Ordnungsamt soll nun das Bettel-Verbot kontrollieren.

© Archivbild: Stefan Becker

Der Stadtrat hat das Kinder-Bettel-Verbot in seiner Sitzung am 25. Januar beschlossen, nun muss das Ordnungsamt das Verbot umsetzen. Voraussichtlich ab dem 9. Februar tritt die neue Polizeiverordnung in Kraft. Das Bettel-Verbot ist darin verankert.

Die Einhaltung der Verordnung wird im Rahmen der Streifen des Ordnungsamtes kontrolliert, sagt Diana Petters aus dem Presseamt der Stadt. „Soweit die Identität der Erziehungsberechtigten oder der Begleitung der bettelnden Kinder zu ermitteln ist, wird die Ordnungswidrigkeit angezeigt“, so Petters. Die Kontrollen finden im Rahmen der täglichen Streifen statt. Gesonderte Streifen soll es nicht geben. Wird eine Familie erwischt, die ihre Kinder zum Betteln schickt, droht ein Bußgeld von bis zu 1 000 Euro. Kritiker des Verbots sagen, diese Summe könnten die Familien nicht aufbringen und ein Verbot verdrängt die Familien nur in andere Städte. (SZ/jv)

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Super

    Gegner des Bettelverbotes kritisieren das damit die Bettler in andere Städte verdrängt werden. Nach dieser Logik müssten wir die Aufklärungsquote bei Verbrechen niedrig halten um die Kriminellen nicht in andere Städte zu treiben. Super.

  2. Anton

    Der Schuss geht doch nach hinten los.Was soll die Streife denn schon ausrichten wenn die Kinder sagen:Nix verstehen? Sollen diese Kinder dann eingesammelt werden?

  3. Paulina

    @1: Ihre Gleichsetzung enthält einen Fehler: Bisher war das Betteln (mit Kindern) legal. "Verbrechen" sind aber perse illegal. Durch das Bettelverbot wird das Betteln kriminalisiert. Folglioch werden die bettelnden Menschen in andere Städte verdrängt oder bei Straffälligkeit je nach EU-Status des Landes verwiesen. Betteln ist eine Überlebensstrategie der ärmeren Menschen. Ein Verbot setzt nicht an den gesellschafts-ökonomischen Ursachen an, sondern bekämpft nur die Symptome - also die unterprivililigierten, ausgegrenzten Menschen.

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