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Montag, 13.08.2018

Offener Brief des Ex-Präsidenten

Von Falk Rösler

Peter Riebisch ist als KVFSOE-Präsident zurückgetreten. Foto: Egbert Kamprath
Peter Riebisch ist als KVFSOE-Präsident zurückgetreten. Foto: Egbert Kamprath

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Wie am Sonnabend in der SZ vermeldet, hat der Präsident des regionalen Kreis-Fußballverbandes (KVFSOE) Peter Riebisch sein Amt niedergelegt. Zudem verschickte der 59jährige Geisinger einen offenen Brief an alle Vereine des Landkreises. Neben dem Eingeständnis eigener Fehler prangert er darin die mangelnde Kommunikation innerhalb des Präsidiums an, die schließlich zu einem Vertrauensverlust geführt hätten. Das Fass zum Überlaufen brachte die unsägliche Geschichte um die Einstufung der Altenberger Mannschaft, verbunden mit einer massiven Verzögerung bei der Erstellung der Spielpläne für die neue Saison. Wie tief der Graben am Ende war, zeigt der Entschluss von Riebisch, auch seine 43 Jahre andauernde Schiedsrichtertätigkeit mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Veröffentlicht wurden am Sonnabend endlich die neuen Staffelspielpläne. Der erste Anpfiff erfolgt am 24. August im Rahmen der Saisoneröffnungsveranstaltung mit der Kreisoberligapartie zwischen Reinhardtsdorf und Stolpen. Nach der Eingliederung der Altenberger wird die Kreisliga A mit 14 Teams starten. Die Bergstädter haben sich nach ihrem großen personellen Aderlass laut Mannschaftsleiter Martin Bachmann „einen stabilen Mittelfeldplatz“ zum Ziel gesetzt. Als Topfavoriten nennt er Langburkersdorf und Kesselsdorf. Deren Spielertrainer Paul Seifert macht kein Hehl aus den Ambitionen des Aufsteigers. „Wir wollen sofort den nächsten Schritt in die Kreisoberliga schaffen.“ Dazu stehen ihm neben einem ohnehin schon ziemlich namhaft besetzten Kader ab sofort als Zugänge Tom Gerstenberger (Wilsdruff), Steven Ganske (Motor Freital), Alexander Moritz (SC Borea Dresden) und einige hoffnungsvolle ehemalige A-Jugendspieler aus der Spielgemeinschaft Kesselsdorf/Wilsdruff zur Verfügung.

Da kann und möchte Mitaufsteiger Kreischa nicht mithalten. TSV-Jugendleiter Marco Bauer gibt „den Klassenerhalt als klare Richtlinie“ vor. Die Truppe von Trainer Tony Kießling bekam beim 0:7 im Testspiel beim SV Rabenau schon mal einen Vorgeschmack, wie es im Duell gegen gestandene Kreiskicker zugeht. Ein direkter Kontrahent im Ringen um den Klassenerhalt könnten die Pretzschendorfer sein. Sportlich eigentlich abgestiegen, nimmt der PSV die neue Chance „mit Mut an“, wie Abteilungsleiter Frank Reichelt optimistisch formuliert. Auch personell gibt es durch drei Zugänge aus der A-Jugend und zwei Rückkehrer nach Verletzung sowie beruflicher Pause durchaus positive Signale für eine Leistungssteigerung zum Vorjahr. Die Rolle des Hechtes im Karpfenteich ist der Wilsdruffer Reserve zuzutrauen. Mannschaftsleiter Jens Gnannt hofft „durch die vielen Neuzugänge in der ersten Mannschaft auf gute Unterstützung“.