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Montag, 27.08.2018

Oberlausitzer zählen zu den Stärksten

Zwei Oberlausitzer kehrten erst vor acht Wochen medaillengeschmückt von den Europameisterschaften der Masters aus Budapest zurück. Friedrich Faber mit Gold, Holger Worm mit Silber. Bei den IWF Masters World Championships in Barcelona ließen es die beiden erneut krachen. Der 78-jährige Friedrich Faber sicherte sich mit einer Zweikampfleistung von 111 kg (Reißen 49 kg/Stoßen 62 kg) den WM-Titel in der Gewichtsklasse bis 69 kg der Altersklasse 75-79. Zweiter wurde der zwei Jahre jüngere Billy Cabell aus Irland. Mit dem Gewinn der Welt-, Europa- und deutschen Meistertitel in einem Jahr gelang dem Ausnahmeathleten ein auch im Gewichtheben eher seltener Hattrick. Friedrich Faber durchlief als Jugendlicher die Eibauer Gewichtheberschule, war später beruflich und familiär im Erzgebirge zu Hause und wohnt noch heute in Schwarzenberg. „Ein Oberlausitzer und Eibauer bin ich trotzdem geblieben“, sagt Dr. Friedrich Faber, der seit 2003 wieder für seinen ehemaligen Heimatverein Fortschritt Eibau startet. In dieser Zeit verpasste er kaum eine Meisterschaft der Masters und kann auf sechs WM- und zwölf EM-Medaillen sowie auf 14 deutsche Meistertitel verweisen.

Holger Worm (GAV Zittau 04) nahm in Barcelona zum 17. Mal an einer Senioren-WM teil. Wie schon bei der EM musste sich der 56-jährige Olbersdorfer im Kampf um den Meistertitel um zwei Kilo geschlagen geben. Nach dem Reißen mit 95 kg noch in Führung liegend, reichten 115 kg im Stoßen und die Zweikampfleistung von 210 kg nicht zum Sieg. Der Engländer Brynley Jones brachte nach 91 kg im Reißen 121 kg im Stoßen zur Hochstrecke und sicherte sich den WM-Titel in der Gewichtsklasse bis 85 kg der Altersklasse 55-59. Holger Worm gehört im Seniorenbereich zu den erfolgreichsten Gewichthebern Deutschlands. Der 17-fache deutsche Meister gewann sieben WM-Titel, sieben Silber- und zwei Bronzemedaillen. (rs)