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Montag, 11.06.2018

Nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt

Von Falk Rösler

Enttäuscht sitzen zwei Altenberger Spieler nach dem Spiel gegen Neustadt auf der Auswechselbank. Nun benötigt ihr Team zum Klassenerhalt einen 11:0-Sieg in Reinhardtsdorf.Foto: Egbert Kamprath
Enttäuscht sitzen zwei Altenberger Spieler nach dem Spiel gegen Neustadt auf der Auswechselbank. Nun benötigt ihr Team zum Klassenerhalt einen 11:0-Sieg in Reinhardtsdorf. Foto: Egbert Kamprath

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Anders als erwartet, ist in der Fußball-Kreisoberliga nun wohl auch die letzte wichtige sportliche Entscheidung bereits vor dem finalen Spieltag am kommenden Wochenende gefallen. Denn wenn nicht ein sehr großes Wunder geschieht, muss Altenberg neben Stahl Freitals Reserve als zweiter Absteiger die höchste Liga des Landkreises in Richtung Kreisliga A verlassen.

Durch die eigene 0:3-Heimniederlage am Sonnabend gegen den SSV Neustadt und dem gleichzeitigen 3:2-Sieg von der SG Traktor Reinhardtsdorf in Dohna sind die Chancen der um drei Zähler schlechteren Bergstädter auf ein Happy End zum Saisonfinale im direkten Duell mit den Traktoristen angesichts der um 21 Treffer schlechteren Torbilanz nur theoretischer Natur.

Entsprechend ernüchternd fällt das Urteil von Altenbergs Mannschaftsleiter Martin Bachmann aus: „Wir haben den Klassenerhalt nicht heute verspielt. Besonders in der Hinrunde sind uns reihenweise wichtige Punkte in der Schlussphase flöten gegangen“, sagt er. „Heute waren die Neustädter einfach besser, ihr Sieg, das müssen wir akzeptieren, geht vollauf in Ordnung.“

Wohl wissend über den Zwischenstand in Altenberg, legte Reinhardtsdorf in Dohna beim Stand von 2:2 alles in den Schlussspurt. Fünf Minuten vor dem Spielende erzielte schließlich Kapitän Andreas Heine den wohl wichtigsten Saisontreffer für sein Team – zum entscheidenden Auswärtssieg.

Motor Freital hat sich indes durch einen 3:2-Sieg beim LSV Gorknitz Platz drei gesichert. Eigentlich klar überlegen, machte sich die Elf von Trainer Michael Seifert ob mangelnder Chancenverwertung das Leben selbst schwer. Dazu zeigte sich Motors Abwehr bei langen Bällen anfällig und kassierte nach Führungstreffern von David Raupach und Markus Bender zweimal den Ausgleich. Der Siegtreffer von Steven Ganske per Foulelfmeter (90.) verdarb Gorknitz kurzzeitig etwas die Stimmung an ihren Fußballfesttagen. Zudem war die Strafstoßentscheidung doch etwas zweifelhaft.

Für Seifert war es dennoch „ein hochverdienter Erfolg“ seiner Elf. „Sicher kann man über diese Entscheidung diskutieren“, sagte der Freitaler Coach. „Doch vorher übersah der Schiedsrichter bereits zwei glasklare Gorknitzer Strafraumvergehen.“

Im Dreikampf um die Torjägerkrone haben derweil Pirnas Daniel Eichstädt (4:0-Sieg in Stolpen) und der am Sonnabend dreifache Torschütze Tomas Künzl von Meister Heidenau (6:2-Erfolg bei Schönfeld) mit LSV-Kicker Martin Dienelt aufgeschlossen. Alle drei Spieler haben nun, vor dem Saisonhalali, je 21 Treffer auf dem Konto.

Tore satt gab es außerdem am Sonntag in Dippoldiswalde. Gastgeber FSV gewann nach einem 1:2-Rückstand noch 7:3 gegen Absteiger Stahl Freital II. Pesterwitz unterlag zeitgleich im Heimspiel gegen die Copitzer Reserve mit 0:3. Die Gäste waren in der ersten Hälfte klar besser und vor allem über Konter viel gefährlicher. (mit skl)