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Freitag, 03.08.2018

Nicht verpassen!

Von Sven Geisler und Daniel Klein

Die interessantesten Partien der Dynamo-Saison

Kaum zu glauben, aber wahr: Diesmal spielt Dynamo im Februar im Hamburger Volksparkstadion tatsächlich gegen die Profis des HSV.
Kaum zu glauben, aber wahr: Diesmal spielt Dynamo im Februar im Hamburger Volksparkstadion tatsächlich gegen die Profis des HSV.

© MSSP/Michael Schwartz

Für viele Dynamo-Fans ist natürlich jedes Spiel eine Pflichtnummer. Für die wenigen anderen: Diese zehn Partien sind diese Saison besonders interessant.

Die interessantesten Partien der Dynamo-Saison

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Vor dem HSV kommt Heidenheim am 26.m August.

Dynamo meldet ausverkauft. Die Frage ist nur, wie schnell. Es kann sich nur um Sekunden handeln, bis die Tickets für das Heimspiel gegen den HamburgerSV weg sind – und das bereits im Vorverkauf für die Mitglieder. Deshalb sollte man schon eine Woche vorher ins DDV-Stadion kommen, der Gegner fängt immerhin auch mit H an: Heidenheim. Ein Langweiler? Mitnichten. Zuletzt gab es im März ein richtiges Spektakel, Moussa Koné erzielte drei Tore beim 3:2-Sieg der Schwarz-Gelben.

In Sandhausen ist Dynamo im April zu Gast.

Der unattraktivste Spielort in Liga zwei, jedenfalls wird das immer wieder behauptet. Gerade deshalb ist das Stadion am Hardtwald in Sandhausen eine Reise wert. 1951 mit einem Sandplatz eröffnet, wird inzwischen sogar hier auf Rasen gespielt. Zudem wurde es auf gut 12000 Plätze erweitert. Bisher gab es für die SGD hier jedoch wenig zu feiern, zwei Niederlagen, eine Nullnummer. Das kann, soll und muss sich diesmal ändern. Denn die Partie könnte direkt am Vereinsgeburtstag, dem 12. April, stattfinden. Und mit 66 Jahren…

Am 18. September in Lotte beim Pokalspiel mit Matthias Maucksch plaudern.

Der SV Rödinghausen hat dem TuS Koblenz eines voraus: Er hat für das Pokalheimspiel gegen Dynamo ein Stadion gefunden – zeitnah und in der Nähe. Rödinghausen zieht ins 50 Kilometer entfernte Lotte um. Die dort ansässigen Sportfreunde haben spielfrei, der Trainer wird aber sicher trotzdem im Stadion sein, um seinen Ex-Verein zu sehen: Ein Plausch mit Matthias Maucksch könnte für Groundhopper ein Grund mehr sein, nach Lotte zu reisen.

Nach Köln fahren, um mit den Jecken die fünfte Jahreszeit einzuläuten.

Ein Auswärtsspiel am 11.11. in Köln – kann man das noch steigern? Unmöglich! Kann noch was dazwischenkommen? Sehr wahrscheinlich! Die Ordnungshüter werden wohl ihr Veto einlegen und die Partie auf den 10. legen, weil zum Karnevalsstart die Stadt im Ausnahmezustand ist. „Kölle Alaaf“ haben übrigens nicht die Narren erfunden, das war mal ein Trinkspruch. Passt ja auch zum Fußball...

Die Hamburger Arena ist für einige Fans kein Dynamo-Neuland.

Die offizielle Zuschauerzahl: 1651. Etwa 500 sind Dynamo-Fans. Sie verlieren sich auf den 57000 Plätzen in der WM-Arena in Hamburg. Eine solche Geisterkulisse wird es im Februar nicht geben, denn diesmal spielen die Dresdner nicht gegen die Amateure des HSV wie vor 16 Jahren. Die Profis haben nach jahrelanger Anstrengung den Abstieg geschafft und die Bundesliga-Uhr angehalten. Damals gab es übrigens ein 0:0 in der Regionalliga.

In Duisburg auf ein besinnliches Weihnachtsfest einstimmen.

Selbstverständlich geht für Dresdner nichts über den Striezelmarkt, aber: Warum nicht mal über den Weihnachtsmarkt in Duisburg schlendern, wenn es sich mit Fußball verbinden lässt? Die Fahrt ist mit 570 Kilometern zwar die längste, der Termin jedoch günstig. Beim MSV müssen die Schwarz-Gelben am Wochenende des vierten Advents antreten.

Auf St.Pauli am 1. Advent den Dom besuchen.

Die Stimmung am Millerntor ist besonders, weil irgendwie anders. Die Gesänge der Pauli-Fans hört man in keinem anderen Stadion, Fußball auf dem Kiez ist einfach Kult. Und wenn die Dresdner anreisen, ist gleich nebenan auf dem Heiligengeistfeld immer Rummel, in Hamburg heißt der Dom. Ob die Spielplanplaner das im Kopf haben? Egal, nach einem gruseligen Spiel könnte man auch diesmal direkt zur Geisterbahn gehen.

Mit den Fans aus Paderborn am 19. Mai gemeinsam den Abschluss einer erfolgreichen Saison feiern.

Vielleicht muss ja ausnahmsweise beim Saisonfinale mal nicht gebangt, gezittert und gelitten werden. Vielleicht wird es ja mal ein ganz entspanntes Heimspiel mit Freibier für alle (auch für die Fans aus Paderborn, die den Klassenerhalt feiern) und einer Spontanparty mit der Mannschaft im Anschluss im Großen Garten. Man darf ja wohl mal träumen dürfen...

Gegen Magdeburg sorgen die Fans für Gänsehaut-Atmosphäre.

Ein Bild für die Ewigkeit: 35 Meter hoch, 350 Meter lang, von gut 50 Fans bemalt und von 55000 Händen getragen. Mit der europaweit größten Choreografie in einem Fußballstadion sorgen die Dynamo-Ultras am 31. Oktober 2015 für Gänsehaut-Atmosphäre beim Heimspiel gegen Magdeburg. Vielleicht planen sie diesmal eine ähnliche Aktion? Jedenfalls kommt es Anfang Oktober wieder zum „Elb-Clasico“ – zum ersten Mal in der zweiten Liga.

Gegen Aue Ende Oktober das einzige Derby zelebrieren.

Lok Leipzig? Regionalliga. Stahl Riesa? Landesliga. Bischofswerda? Regionalliga. Die einstigen Derbygegner gehen Dynamo schon seit Jahren aus dem Weg. Da bleibt nur noch Aue übrig. Deshalb sind die Duelle gegen die Veilchen immer etwas Besonderes: volle Hütte, imposante Choreografie – und oft auch Partien, die in Erinnerung bleiben, wie Dynamos 4:0-Heimsieg vor einem halben Jahr. Oder die 0:3-Heimpleite 2016. Unvergessen auch das aufblasbare lila Schwein, das von schwarz-gelben Dynamos durchs Stadion gezogen wurde. In diesem Moment schoss Aue den Ausgleich, Dynamo musste eine saftige Strafe zahlen.