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Freitag, 09.11.2018 Kommentar

Nicht repariert, sondern verschlimmbessert

Peter Anderson über Meißens Burgbergaufzug

Peter Anderson
Peter Anderson

© Claudia Hübschmann

Die Sorgen der Anlieger des Domplatzes sind in der jüngsten Sitzung des Stadtrates sehr plastisch präsentiert worden. Ihre Einwände gegen zeitlich stark eingekürzte Betriebszeiten des Meißner Panorama-Aufzuges ließen sich sehr gut nachvollziehen.

Gleichzeitig haben die Pläne für einen Lift-Light noch eine andere Dimension. Würden sie Realität, käme das letztlich dem Eingeständnis gleich, dass die Stadt für viel Geld Schrott gekauft hat. Eine technische Anlage, welche nicht das leisten kann, wofür sie ursprünglich erworben wurde, ist nicht zwei Millionen Euro wert. Bei ihr sollte nicht von „Made in Germany“ sondern von „Mist aus Germany“ gesprochen werden. Letztlich müsste man sie schamvoll verstecken, denn das ist keine Werbung für die deutsche Exportwirtschaft. Schon gar nicht in einer Stadt, welche eine über 300 Jahre alte Manufaktur beherbergt.

Gleichzeitig erhebt sich die Frage, weshalb Geld in eine Generalreparatur fließt, nach deren Abschluss den Nutzern ein Angebot gemacht wird, das letztlich hinter den Ausgangszustand zurückfällt. Da kann doch nicht von einer Reparatur, sondern höchstens von Verschlimmbessern die Rede sein.

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