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Montag, 22.10.2018

Neusalz erwischt gebrauchten Tag

Von Georg Schröer

Ersatzgeschwächt reisten die Neusalzaer zum Mitaufsteiger SG Taucha 99. FSV-Trainer André Kohlschütter musste auf die verletzten Radek Selinger und Torjäger Marius Riedel verzichten sowie auf den gesperrten Radoslaw Sarelo (Rotsperre) und die privat verhinderten Christoph Arlt und Tommy Hentschel. Die Gastgeber übernahmen zunächst die Initiative, die ersten Torabschlüsse hatten allerdings die Gäste. Eine Eingabe von Martin Hädrich beförderten die Tauchaer fast in den eigenen Kasten (14.). Die Jeckel-Elf blieb dennoch weiter am Drücker und erzielte in der 24. Minute die Führung. Nach einer Flanke von rechts verlängerte Philipp Schlüter den Ball mit dem Kopf an den langen Pfosten, wo Salman Al Abri freistehend zum 1:0 einschoss (24.). Nach einer halben Stunde übernahm die FSV-Elf selbst das Heft des Handelns. Nach feinem Pass von Paul Kant tauchte Dominik Bartoszewicz frei vor Tauchas Torwart Tim Grune auf und scheiterte (38.). Noch in derselben Minute feuerte Kacper Haldas einen straffen Hinterhaltschuss in Richtung Tauchaer Tor ab. Der Ball klatschte an die Unterseite der Querlatte, sprang aber zurück ins Spielfeld. Eine Hädrich-Eingabe setzte Bartoszewicz aus guter Position über das SG-Tor (42.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beförderte Tom Dietze einen Freistoß aus zentraler Position an den Neusalzaer Torpfosten.

Auch im zweiten Durchgang spielten die Neusalzaer munter mit, erzielten nach vorn aber zu wenig Durchschlagskraft. Der als Stürmer aufgebotene David Haist war zwar stets bemüht, konnte aber nur selten für Gefahr sorgen. Nach 72 Minuten fiel die endgültige Entscheidung in einem eher schwächeren Landesligaspiel. Nach einer Flanke von Paul Lehmann hatte Neusalzas Martin Hädrich zu viele Gedanken im Kopf und entschied sich für die denkbar schlechteste Variante, als er den Ball über seinen eigenen Torwart hinweg zum 2:0 in das Tor beförderte (72.). Die Gastgeber hätten durch den eingewechselten Marco Dennhardt noch das 3:0 erzielen müssen, dieser schoss aber freistehend und aus bester Position genau in die Arme von Dominic Schiring (85.). Zu allem Überfluss musste FSV-Verteidiger Tom Nathe (Rippen- und Rückenverletzung) noch in die Notaufnahme des Leipziger Klinikums, sodass ein Teil des FSV-Trosses erst nach 22 Uhr zurück in der Heimat war.

Neusalza-Spremberg: Schiring, Hädrich, Köhler, Nathe, Stehr, Bartoszewicz (80. Berge), Haldas, Kant (K), Bouska, Jockusch, Haist (85. Wehland)