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Dienstag, 05.06.2018 Fußball-Landesliga

Neuling klettert auf Silberrang

Der Großenhainer FV setzt sich beim BSC Rapid Chemnitz mit 4:2 durch. Torsten Marx erzielt seine Saisontreffer 22 und 23.

Von Jürgen Schwarz

Traf nach seiner Einwechslung in Chemnitz zum 4:2-Endstand für den GFV: Clemens Krüger. Es war bereits sein 17. Saisontor.
Traf nach seiner Einwechslung in Chemnitz zum 4:2-Endstand für den GFV: Clemens Krüger. Es war bereits sein 17. Saisontor.

© Daniel Förster

Großenhain. Während auf dem „Pfaffenstein“ in Hohenstein-Ernstthal am vergangenen Samstag nach dem Heimspiel gegen Glauchau (5:0) die Meister- und Aufstiegsparty stieg, lieferten sich die Verfolger am Wochenende erneut ein packendes Fernduell um die Medaillenplätze in der Fußball-Landesliga. Der FC Grimma unterlag in Radebeul (3:6) und musste am Sonntag Neuling Großenhainer FV passieren lassen. Der Aufsteiger setzte sich beim BSC Rapid Chemnitz mit 4:2 (2:1) durch. Rapid hat damit den Ligaerhalt noch nicht sicher, dafür aber der Radebeuler BC.

Ein Trio hat an den letzten beiden Spieltagen noch Chancen auf den „Silberrang“, der im Vorjahr übrigens sogar zum Aufstieg in die Oberliga berechtigte. Die Großenhainer stehen mit 47 Zählern zu Buche, Grimma hat 46 Punkte auf dem Konto und der FC 1910 Lößnitz 44. Der GFV erwartet am kommenden Samstag die Kickers aus Markkleeberg (6.) und reist zum Saison-Halali am 16. Juni zu Lipsia Eutritzsch (15.). Trainer Andreas Jachmann, der seine Tätigkeit beenden wird, gibt sich kämpferisch: „Mit diesem Sieg stehen wir auf einem völlig unerwarteten zweiten Platz. Natürlich werden wir versuchen, diesen Schwung auch ins letzte Heimspiel mitzunehmen.“

Rapid-Torjäger bleibt ohne Treffer

Der Großenhainer Erfolg in Chemnitz ist schon bemerkenswert, bedenkt man, dass für Rapid sehr viel auf dem Spiel stand. Die Chemnitzer haben den Klassenerhalt noch nicht in der Tasche und wollten mit aller Macht die drei Zähler zu Hause behalten. Da rückte selbst das Duell der besten Torschützen der Liga in den Hintergrund. Am Ende ging Florian Mielke, der bisher schon 29 Mal für den BSC ins Schwarze traf und zum Regionalligisten nach Auerbach wechseln wird, leer aus. Der Großenhainer Goalgetter Torsten Marx markierte dagegen in der 42. und 58. Minute seine Saisontore 22 und 23, traf zudem einmal die Querlatte des Chemnitzer Gehäuses. Der torgefährliche Abwehrspieler Matthias Walther (35.) nach einem Eckball von Kapitän Sylvio Schwitzky sowie der eingewechselte Clemens Krüger mit seinem 17. Saisontreffer in der 78. Minute waren ebenfalls für die Gäste erfolgreich. Rapid war vor 114 Zuschauern in der Sportstätte „Kappel“ durch Steve Grube (2.) in Führung gegangen und hatte später durch Belmin Mesam (55.) zwischenzeitlich noch einmal ausgeglichen.

„Es war ein Spiel der vergebenen Torchancen auf beiden Seiten“, resümierte Jachmann. „Rapid war in der ersten halben Stunde sehr spielfreudig, nutzte aber zum Glück unsere Unsicherheiten im Deckungsverhalten nicht konsequent aus. Ansonsten hätten wir sicher höher als nur mit 0:1 im Rückstand gelegen.“ Kurz vor der Pause drehten die Gäste allerdings die Partie. „Unser Spiel nach vorn sah schon ganz gut aus, nur fehlte oftmals die Genauigkeit beim letzten Pass. Die beiden Treffer passten natürlich in unser Konzept und auch den 2:2-Ausgleich nach der Pause steckten wir gut weg“, freute sich der Gäste-Trainer. In der Folgezeit demonstrierten die Großenhainer, dass sie ihre Trainingspläne offensichtlich vorbildlich umsetzen. „Wir haben dann bei diesen hochsommerlichen Temperaturen unsere gute Physis ausgespielt und kamen zu vielen Chancen“, konstatierte Andreas Jachmann. „Insgesamt war es ein sehenswertes Spiel, zweier offensiv eingestellter Mannschaften.“