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Freitag, 02.11.2018

Neugersdorf will Rückenwind fürs Derby

Von Frank Thümmler

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  • Josef Marek, in der vergangen Saison gefährlichster Neugersdorfer Angreifer, hat in dieser Saison bislang noch nicht die große Rolle gespielt.Foto: Florian Richter
    Josef Marek, in der vergangen Saison gefährlichster Neugersdorfer Angreifer, hat in dieser Saison bislang noch nicht die große Rolle gespielt.Foto: Florian Richter

Regionalliga Nordost

FC Oberlausitz Neugersdorf (10.) – Berliner AK (2.)Sa.,13.30

Nach der 0:4-Niederlage beim unangefochtenen Spitzenreiter folgt der nächste Härtetest. Die Partie in Chemnitz sollten die Neugersdorfer schnell abhaken. Der Rückstand nach nur 34 Sekunden warf das taktische Konzept über den Haufen, nach zwölf Minuten und Frahns Flugkopfball war die Begegnung im Prinzip schon entschieden. „Wir hatten nicht unseren besten Tag. Eigentlich wollten wir mutiger spielen, haben uns aber mit zu vielen Fehlern das Leben selbst schwergemacht. Das muss man unserer jungen Mannschaft aber auch mal zugestehen.“ Dabei konnte Karsten Hutwelker diesem Spiel durchaus auch Gutes abgewinnen. Seine Elf versteckte sich nicht, hatte durch Bocar Djumo eine hundertprozentige Möglichkeit zum Anschlusstreffer, führte Mitte der zweiten Halbzeit nach Ecken sogar 7:2. Aber letztendlich fehlte vorn die Durchschlagskraft und hinten wirbelten die Torschützenbesten Bozic und Frahn die Neugersdorfer Abwehr mächtig durcheinander. Der Berliner Athletik-Klub 07 dürfte es den Neugersdorfern kaum leichter machen. „Sie haben qualitativ einen sehr guten Kader, sind äußerst kombinationssicher und spielen immer mit Tempo nach vorn“ blickt Hutwelker respektvoll voraus. Ersan Parlatan, der zu Saisonbeginn das Traineramt übernommen hat, konnte die 19 Neuzugänge (darunter auch der Ex-FCO-Spieler Paul-Georg Becker) zu einer schlagkräftigen Mannschaft formen. Sie trumpft gerade in fremden Gefilden stark auf, gewann fünf ihrer sieben Auswärtspartien und mußte sich dabei nur den Chemnitzern beugen. Der CFC ist den Berlinern zwar schon um 13 Punkte enteilt, aber der zweite Tabellenplatz, den der BAK derzeit einnimmt, könnte in Sachen Aufstieg noch sehr wichtig werden. Hutwelker sagt: „Trotz der Schwere der Aufgabe wollen wir auf Sieg spielen.“ Drei Punkte wären auch moralischer Rückenwind für das anstehende Derby am 11. November in Bautzen. (jk)

Landesliga

SV Germania Mittweida 1897 (12.) – FSV 1990 Neusalza-Spremberg (6.)So.,14.00

Die Gastgeber haben vor dem Duell der Aufsteiger drei Punkte weniger auf dem Konto als die FSV-Kicker und stellen mit nur acht erzielten Treffern die schwächste Offensive der Landesliga. .Neusalz will nach zwei Auswärtsniederlagen (3:2 in Riesa und 2:0 in Taucha) auf fremdem Platz wieder punkten. Fehlen werden FSV-Trainer André Kohlschütter diesmal Dominik Bartoszewicz, Martin Hädrich und Marius Riedel aus gesundheitlichen Gründen. Ob der angeschlagene FSV Torwart Dominic Schiring zwischen den Pfosten steht oder Neuzugang Oliver Stein entscheidet FSV Trainer André Kohlschütter kurzfristig. (gs)

Landesklasse Ost

Die Neugersdorfer Reserve, die nach der 0:1-Niederlage beim neuen Spitzenreiter LSV Neustadt/Spree den ersten Platz nach nur einem Spieltag wieder abgeben musste, hat mit dem stark gestarteten Aufsteiger VfB Weißwasser die nächste schwere Aufgabe vor der Brust, der erst kürzlich in Oderwitz (4:0-Sieg) seine Auswärtsstärke unter Beweis gestellt hat, auf fremden Platz noch ungeschlagen ist. Die Neugersdorfer brauchen aber einen Sieg, um dem eigenen Anspruch, um den Titel zu spielen, nicht hinterherlaufen zu müssen. Dazu braucht es vor allem eine spielerische Steigerung. Auch Oderwitz steht nach einem schwachen Oktober (nur ein Punkt aus drei Spielen) unter Druck. Beim SV Zeißig mit Ex-Profi Stefan Hoßmang auf der Trainerbank (bislang schon drei Heimniederlagen bei vier Spielen) soll der erste Auswärtssieg der Saison her. (SZ)

Kreisoberliga

Vor dem 11. Spieltag liegen drei Mannschaften an der Tabellenspitze eng beieinander. An diesem Wochenende könnte die Reihenfolge wieder neu gemischt werden. Der GFC Rauschwalde hat als Tabellenführer mit Holtendorf eine hohe Hürde vor der Brust. Die Gäste könnten, auf Platz vier liegend, zum Spitzentrio aufschließen. Einen Lauf hat auch der VfB Zittau, der nach dem 3:2-Sieg im Spitzenspiel gegen Neueibau wieder dick im Rennen um Platz eins ist. Am Sonnabend kommt der starke Aufsteiger aus Bertsdorf (16 Punkte). Der BSV wird dem Favorit alles abverlangen. Neueibau hat vom Papier her die einfachste Aufgabe, muss am Sonntag in Bad Muskau antreten. Ein wahres Kellerduell steigt, wenn Rot-Weiß Olbersdorf in Löbau auf den SC Großschweidnitz-Löbau trifft. RWO kann bis auf einen Punkt an den Gastgeber heranrücken, der Sportclub will den Anschluss an das rettende Ufer nicht verlieren. Noch knapp vor der Abstiegszone hält sich die Oderwitzer Reserve auf, der aber mit Rietschen auf heimischen Rasen ein schwerer Gegner bevorsteht. (stw)