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Donnerstag, 02.08.2018

Neugersdorf trifft auf schon gereizten Mitfavoriten

Von Jens Kölz

FCO-Stürmer Bocar Djumo (rechts) hat alle technischen Möglichkeiten und ist auch schnell. Vielleicht kann er das gegen Nordhausen auf den Platz bringen.Foto: Florian Richter
FCO-Stürmer Bocar Djumo (rechts) hat alle technischen Möglichkeiten und ist auch schnell. Vielleicht kann er das gegen Nordhausen auf den Platz bringen. Foto: Florian Richter

© Florian Richter 2018

Am zweiten Spieltag duellieren sich zwei Mannschaften in der Sparkassen-Arena, die sich den Saisonstart mit Sicherheit anders vorgestellt haben – der FC Oberlausitz und Wacker Nordhausen. Beide haben etwas gutzumachen. Am Sonntag bietet sich ab 13.30 Uhr die Gelegenheit dazu, wenn Schiedsrichter Daniel Köppen, der sein Regionalliga-Debüt gibt, die Partie anpfeift.

„Die Partie in Rathenow war eine Riesenenttäuschung, nach dem 3:0 war frühzeitig alles entschieden.“ Trainer Karsten Hutwelker zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft unzufrieden. „Wir haben die Grundtugenden wie Einsatzbereitschaft und Wille vermissen lassen. Wir müssen uns da als Mannschaft in allen Teilen verbessern“, lautet das bittere Fazit nach einem verkorksten Start in das neue Spieljahr.

Den erlebten auch die Nordhäuser. Sie durften das Saison-Auftaktspiel gegen die Reserve von Hertha BSC bestreiten. Am Ende sprang nur ein mageres 1:1 heraus, weil viele Torchancen ungenutzt blieben. Unbefriedigend für einen Verein, der diesmal, da es einen festen Aufsteiger gibt, unbedingt um die Meisterschaft mitspielen will. Dabei haben sich die Thüringer, wie eigentlich immer in den vergangenen Jahren, namhaft verstärkt. So schloss sich diesmal u.a. Jan Glinker den Nordhäusern an. Er stand im Vorjahr 32-mal für den 1. FC Magdeburg im Tor und half seiner alten Mannschaft wesentlich beim Aufstieg in die 2. Bundesliga. Christoph Göbel (Zwickau) und Carsten Kammlott (Erfurt), der das Tor des Jahres 2015 erzielte, spielten im letzten Jahr ebenfalls in der dritten Liga. Dazu kamen mit Mateo Anadic (FSV Frankfurt) und Maurice Pluntke (Alemannia Aachen) junge Spieler, die in kroatischen und deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaften schon internationale Erfahrungen sammeln konnten. Wieder einmal peilen die Nordhäuser also den Aufstieg an. Im Vorjahr war Wacker die beste Mannschaft vom Rest der Liga, der Energie Cottbus frühzeitig aus den Augen verloren hatte. Am Ende trennten beide 31 Punkte, auch, weil die Thüringer gegen den FCO nicht gewinnen konnten (1:1, 0:2).

Wollen die Neugersdorfer gegen Wacker erneut ungeschlagen bleiben, müssen sie sich aber gegenüber dem Rathenow-Spiel enorm steigern, vor allem die individuellen Fehler abstellen, die schon in der Vorbereitung viele Gegentore einbrachten. Die setzten sich in Rathenow fort. „Wir müssen vieles besser machen, denn wir spielen gegen einen der Top-Favoriten auf den Staffelsieg. Nordhausen wird bei uns aggressiv und agil auftreten, um der Tabellenspitze nicht von Anfang an hinterherzulaufen. Sie sind in diesem Spiel klar in der Favoritenrolle, trotzdem wollen wir ihnen wehtun“, ist sich Hutwelker der Schwere der Aufgabe bewusst.

Personell lässt er sich noch nicht in die Karten gucken. Oliver Merkel, der in Rathenow wegen einer Trainingsverletzung passen musste, könnte diesmal ebenso im Kader stehen wie Karl Petrick, der aufgrund einer Familienangelegenheit im letzten Spiel aussetzte.

Beide Mannschaften wollen und müssen etwas holen – beste Voraussetzungen für ein attraktives Spiel.