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Montag, 23.07.2018

Neugersdorf findet erst den Toreschlüssel, wackelt dann aber in Cottbus

Fünf Partien ohne eigenen Treffer bei 15 Gegentoren – nachdem sich der FCO in den ersten Vorbereitungsspielen sehr schwergetan hat, scheint nun der Knoten langsam zu platzen. Erst schoss sich die Mannschaft von Karsten Hutwelker am vergangenen Mittwoch beim 10:0 gegen den SV Gebelzig (Aufsteiger in die Kreisoberliga) den Frust von der Seele, am Sonnabend gewannen die Oberlausitzer beim VFC Plauen mit 6:2 – mit Franz Magdeburg, Max Ziehm (kam von der U19 von Dynamo Dresden) und Mohamed Djahdou sowie später Maximilian Schmidt, Florian Goutal und Colin von Brezinski, die in der vergangenen Saison in der A-Jugend zum Einsatz kamen. Trainer Karsten Hutwelker war von der Leistung seiner Schützlinge richtig angetan: „Wir zeigten heute eine ganz starke Mannschaftsleistung. Die Jungs haben die Vorgaben gut umgesetzt und sich mit vielen Toren belohnt, die alle gut herausgespielt waren. Unsere Spielfreude machte den Unterschied aus.“

Am Sonntag allerdings bekamen die Neugersdorfer die Grenzen aufgezeigt. Beim Drittliga-Aufsteiger Energie Cottbus unterlag der FCO vor 1 027 Zuschauern mit 1:6. Trainer Karsten Hutwelker stellte diesmal eine Mannschaft auf, die wohl das Gerüst für das erste Punktspiel in Rathenow bildet. Nach einer Viertelstunde hatten die Gastgeber ihre erste gute Aktion. Sabri Vaizov, der diesmal das Neugersdorfer Tor hütete, musste aber noch nicht eingreifen, weil Zimmer leicht verzog (15.). Wie schon bei den beiden Gegentoren in Plauen leitete ein Fehlpass in der Vorwärtsbewegung den Cottbuser Führungstreffer ein. Mamba war letztendlich der Nutznießer und plazierte den Ball im entlegenen Eck (17.). Die Neugersdorfer versuchten mitzuspielen. Doch immer wieder streuten sie im Spielaufbau Ungenauigkeiten ein, die Energie zu Kontern nutzte. So auch beim 2:0, als Schlüter sehenswert von Mamba und Zimmer freigespielt wurde und von links Vaizov überwand (33.). Das 3:0 fiel nach einem ähnlichen Muster, wieder war Mamba erfolgreich (41.). Fast wäre Mamba zwei Minuten vor der Pause noch das 4:0 gelungen, die Querlatte stand dem FCO aber in dieser Szene Pate. Auf der Gegenseite hatte Maximilian Schmidt eine gute Szene, seinen Schuss lenkte Spahic mit einer starken Parade zur Ecke (24.).

Nach einer Stunde konnten die Neugersdorfer das Ergebnis freundlicher gestalten. Bocar Djumos Pass in die Tiefe erreichte Josef Marek, der überlegt am herausstürzenden Spahic vorbei das 3:1 markierte (64.). Doch mehr sollte dem FCO an diesem Nachmittag vor 1 027 Zuschauern nicht mehr gelingen. Djumo hatte zwar den zweiten Treffer für die Oberlausitzer auf dem Kopf, doch Spahic kratzte den Ball aus dem Eck. Da führten die Gastgeber allerdings schon mit 4:1, weil Weidlich nach einer eher harmlosen Eingabe der Ball plötzlich vor die Füße fiel, der Rest war für den Energie-Spieler ein Kinderspiel (67.). In den Schlussminuten stellten Geisler und Viteritti den Endstand von 6:1 her. „Alle sechs Tore resultierten aus individuellen Fehlern. So darf man sich einfach nicht präsentieren“, war Trainer Hutwelker nach der Partie sauer. (jk)

FC Oberlausitz: Vaizov – Wolf, Rosa, Träger – Petrick – Gnieser, Schmidt, Dittrich, Knechtel – Djumo, Marek (eingewechselt: Van Kerkhof, von Brezinski, Gerstmann, Blaser)