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Dienstag, 14.04.2015

Neues aus Dresden: Hauchdünn und dennoch robust

Dresdner Unternehmen zeigen auf der Hannover-Messe Produkte der organischen Elektronik.

Von Bettina Klemm

Plastic Logic zeigt in Hannover einen Armreif mit einem vollständig integrierten Display.
Plastic Logic zeigt in Hannover einen Armreif mit einem vollständig integrierten Display.

© PR

Das Dresdner Unternehmen Plastic Logic hat neue flexible Displays entwickelt. „Sie basieren auf organischer Elektronik und sind nicht nur dünn und flexibel, sondern auch noch besonders robust“, erklärt Plastic-Logic-Sprecherin Rachel Trovarelli. Die Displays können in verschiedenen Formen und Größen hergestellt werden. Plastic Logic, mit etwa hundert Mitarbeitern in Dresden, erarbeitet und fertigt diese Displays. Auf der Messe in Hannover zeigt das Unternehmen zum Beispiel einen Armreif mit einem vollständig integrierten Display. Das Teil könnte zum Beispiel beim Sport Daten erfassen und mit einem Programm auf dem Smartphone verbunden werden. Die Displays lassen sich in einem zum Träger passenden Outfit gestalten und teilen wichtige Informationen wie eingehende Anrufe oder anstehende Termine mit.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Logistikbranche. „Wir liefern die Teile, stellen aber nicht die fertigen Produkte her“, sagt Trovarelli. Derzeit werden die flexiblen Displays am Gemeinschaftsstand des Vereins Organic Electronics Saxony auf der Hannover-Messe gezeigt. An dem Stand präsentiert das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP Dresden hochauflösende Mikrodisplays. Mit ihnen ist es beispielsweise möglich, über eine Brille einen Film zu sehen und ihn gleichzeitig über die Augen zu steuern.

Am Stand sind ebenso Produkte der Heliatek GmbH, des Instituts für Angewandte Fotophysik der TU Dresden und der Bauhaus-Universität Weimar zu sehen.

Heute nimmt auch Dresdens Erster Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) an einem Gespräch über „Neue Materialien für die Industrie“ teil. „Als Kompetenz- und Industriestandort ist Dresden eines der wichtigsten deutschen Zentren für Leichtbau und neue Werkstoffe“, sagt Hilbert. Etwa 2 000 Dresdner arbeiten in diesem Bereich.

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