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Samstag, 15.09.2018

Neuer Netto kommt neben Edeka

In Rothenburg will sich der Discounter baulich verbessern. Ein neuer Standort für den Markt ist jetzt gefunden.

Von Steffen Gerhardt

Der Netto-Markt an der Horkaer Straße in Rothenburg.
Der Netto-Markt an der Horkaer Straße in Rothenburg.

© André Schulze

Rothenburg. Neben dem bestehenden Edeka-Markt soll künftig auch Netto die Rothenburger zum Einkaufen einladen. Damit ist ein neuer Standort für den Markt gefunden. Der bisherige Plan, den Discounter neben der Grundschule an der Uhsmannsdorfer Straße anzusiedeln, wurde wieder verworfen. Einerseits gab es verkehrstechnisch Probleme mit der Zufahrt, andererseits wird das Gelände für den neuen Schulcampus der Stadt Rothenburg gebraucht (SZ berichtete).

Für die Projektierung des neuen Marktes ist André Kunath aus Bischofswerda zuständig. Im Stadtrat am Mittwoch informierte der Projektentwickler, dass Netto am Bau eines neuen Marktes festhält. Geplant ist eine Verkaufsfläche von 1750 Quadratmetern, wobei rund 1000 Quadratmeter für Lebensmittel vorgesehen sind. Damit wird der neue Netto mehr als doppelt so groß wie der derzeitige an der Horkaer Straße. Er hat laut Projektentwickler eine Verkaufsfläche von rund 700 Quadratmetern.

Der Discounter folgt damit der allgemeinen Entwicklung der Supermärkte, das Einkaufen für die Kunden zu einem Erlebnis werden zu lassen. Auch wenn das neue Gebäude viel größer ist, das Warenangebot in seiner jetzigen Vielfalt soll so bleiben. Nur werden die Gänge breiter und die Regale niedriger. Die Warenpräsentation wird sich optisch ansehnlicher gestalten. Darüber hinaus soll moderne Technik in das Gebäude einziehen. Dazu zählen LED-Beleuchtung, moderne Brennwerttechnik mit Wärmerückgewinnung bis hin zur Vernetzung der Gebäudetechnik.

Doch zuvor muss der Markt erst einmal gebaut werden. Dazu bedarf es zunächst eines Bebauungsplanes. Der Stadtrat stimmte am Mittwoch der Aufstellung zu. Die Planung wird auf der Grundlage eines von der Bürgermeisterin abzuschließenden städtebaulichen Vertrages an ein Ingenieurbüro übertragen, hieß es dazu im Stadtrat. Der B-Plan wird den Namen „Innenstadt-Einkaufszentrum“ bekommen und in seinem Geltungsbereich auch den Edeka-Markt mit einschließen.

Auf die Frage eines Stadtrates, was dann aus dem alten Netto wird, antwortete André Kunath, dass der Discounter dran ist, einen neuen Mieter für das Objekt zu finden.