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Sonntag, 20.05.2018

Neuer Ärger um Brücken-Idee

Mit einer Laserprojektion wollen zwei Stadträte die Querung übers Spreetal verdeutlichen. Der Bautzener Frühling wäre dafür ein guter Termin gewesen.

Von Marleen Hollenbach

Per Laser wollten die Stadträte Karl-Heinz Lehmann (l.) und Mike Hauschild zuerst am Ostersonnabend zeigen, wie die Spreequerung einmal aussehen könnte. Das klappte nicht. Nun ist offenbar auch der zweite Anlauf zum Bautzener Frühling gescheitert.
Per Laser wollten die Stadträte Karl-Heinz Lehmann (l.) und Mike Hauschild zuerst am Ostersonnabend zeigen, wie die Spreequerung einmal aussehen könnte. Das klappte nicht. Nun ist offenbar auch der zweite Anlauf zum Bautzener Frühling gescheitert.

© Archivfoto: Uwe Soeder

Bautzen. Wenn die Besucher in wenigen Tagen den Bautzener Frühling feiern, können sie sich auf ein vielseitiges Programm freuen. Nur eine Veranstaltung wird es nicht geben. Die geplante Laserprojektion fällt aus. Mit dieser Aktion wollen zwei Stadträte die geplante Querung übers Spreetal veranschaulichen. Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) hatte in Aussicht gestellt, dass die Idee im Rahmen des Festes umgesetzt werden kann. Auch war angedacht, dass Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dazu eingeladen wird. „Da die Initiative der Stadträte zum Bautzener Frühling nun allerdings ausblieb, erging auch keine Einladung an die Staatskanzlei“, erklärt Ahrens und spricht damit die beiden Stadträte Mike Hauschild (FDP) und Karl-Heinz Lehmann (Bürgerbündnis Bautzen) direkt an. „Es war klar und deutlich kommuniziert, dass die Stadt die Laserprojizierung nicht aus Eigenmitteln finanzieren kann und wird“, erklärt er weiter.

Eine Frechheit, nennt Mike Hauschild das. Dass die Laserprojektion nicht beim Bautzener Frühling stattfinden kann, ist für ihn nicht nachvollziehbar. „Vor allem ärgert mich, dass der OB uns den Schwarzen Peter zuschiebt“, erklärt er. Immerhin habe er dem OB damals gesagt, dass es für ihn schwierig sein wird, Sponsoren für die Aktion zu finden und dass es gut wäre, wenn die Stadt die etwa 3 000 Euro für die Projektion selbst übernimmt.

Schon zu Ostern wollten die Stadträte die Lichtinstallation durchführen. Doch nach Unstimmigkeiten mit der Stadt konnte das Projekt damals nicht umgesetzt werden. „Dabei ist es so wichtig, dass die Projektion jetzt erfolgt“, meint Hauschild, der sich bereits um eine Firma gekümmert hat. Mit der Aktion könne man zeigen, dass die Brücke vom Protschenberg zur Ortenburg nicht zwangsläufig die Stadtmauer durchbrechen und über bewohnte Grundstücke führen muss. Gestorben ist die Idee noch nicht. OB Ahrens teilt mit, dass er die Aktion weiterhin für wünschenswert hält.