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Montag, 03.08.2015

Neue Siedlung fast fertig

2011 war Spatenstich, nun erhält das neue Wohngebiet den letzten Schliff. Viele Dresdner haben sich hier angesiedelt.

Von Jane Jannke

FPE-Chef Alexander Karrei ist stolz auf das neue Wohngebiet am Birkigter Hang. Weitere sind schon in Planung.
FPE-Chef Alexander Karrei ist stolz auf das neue Wohngebiet am Birkigter Hang. Weitere sind schon in Planung.

© Andreas Weihs

Birkigt. In Pastelltönen schmiegen sich 29 neue Einfamilienhäuser an den Birkigter Hang, schlängeln sich entlang einer neu gebauten Straße. Nur der Rohbau von Haus Nummer 29 sticht noch in kräftigem Ziegelrot hervor. Es ist das letzte Haus im neuen Wohngebiet zwischen Gitterseer und Bannewitzer Straße, das noch nicht fertig ist.

Schon in den 90er-Jahren hatten Pläne existiert, das Gelände für städtisches Wohnen zu entwickeln. Nur teilweise wurde das realisiert, dann ging der Investor pleite. Lange Zeit geschah wenig – bis die Freitaler Projektentwicklung (FPE) das rund drei Hektar große Gelände im Jahr 2011 für gerade mal 60 000 Euro aus einer Zwangsversteigerung erwarb. Noch im gleichen Jahr erfolgten Erschließung und Spatenstich.

Heute wird hier an der Birkigter Höhe – so der Name, den die neue Straße ins Wohngebiet erhalten hat – längst gewohnt. Alle Häuser bis auf eines sind fertig, lediglich die Außenanlagen müssen hier und da von den Neu-Birkigtern noch hergerichtet werden. „Vor allem Dresdner haben sich hier angesiedelt, und – was uns besonders freut – viele Familien mit Kindern“, kommentiert FPE-Geschäftsführer Alexander Karrei. Dass sich in Freital so viele Dresdner ansiedeln würden, sei vor fünf Jahren noch alles andere als selbstverständlich gewesen, sagt Karrei.

Streit um Naturschutz beigelegt

Um Platz für die Häuslebauer zu schaffen, musste ein Stadtwald weichen. Naturschützer liefen damals Sturm gegen das Vorhaben. Doch die Wogen haben sich geglättet, und an der Birkigter Höhe säumen neu gepflanzte Bäume Straße und Grundstücke. Die Erschließung gestaltete sich Karrei zufolge aufgrund des problematischen Untergrundes schwierig und war mit 1,3 Millionen Euro entsprechend teuer. Nach abschließender Prüfung sei nun alles fertig und auch sämtliche Mängel behoben. Der Stadtrat stimmte in seiner letzten Sitzung Anfang Juli noch der obligatorischen Übertragung der Erschließungsanlagen – also Straßen, Wege, Beleuchtung, Kanäle – an die Stadt zu. Diese ist nun für Wartung und Pflege verantwortlich.

Die Birkigter Höhe war mit 29 Eigenheimen eines der größeren Neubaugebiete in Freital. 100 Euro kostete vor vier Jahren der Quadratmeter Baugrund. Ein echtes Schnäppchen, wenn man sich die heutigen Preise anschaut, sagt Alexander Karrei. „Damals waren andere Zeiten. Heute lägen wir sicher bei 150 Euro.“