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Samstag, 28.12.2013

Neue Schönheit für altes Winzerhaus

Die Fassade des fast 300 Jahre alten Jägerhofs an der Ostseite des Steinrückens wurde jetzt restauriert.

Das ist das gute Stück: Weinbauer Udo Kühn vor seinem Fachwerkhaus im Paradiesgrund in Radebeul. Die Fassade wurde denkmalgerecht saniert. Foto: Norbert Millauer
Das ist das gute Stück: Weinbauer Udo Kühn vor seinem Fachwerkhaus im Paradiesgrund in Radebeul. Die Fassade wurde denkmalgerecht saniert. Foto: Norbert Millauer

Er soll zu den ältesten Bauten der Lößnitzstadt gehören. Der romantische Jägerhof am sächsischen Weinwanderweg beim Aufgang zum Paradies in der Niederlößnitz. Das Gelände faszinierte Radebeuls Malerlegende Karl Kröner ebenso wie Lieselotte Finke-Poser, das Urgestein des Radebeuler Grafikmarktes. Das Anwesen soll ungefähr zwischen 1710 bis 1730 an der Ostneigung des Steinrückens erbaut worden sein, als Wirtschaftshaus für den sächsisch-königlichen Eckberg. Dieser Weinberg fiel allerdings vor über 120 Jahren der Reblaus zum Opfer und wurde nie wieder aufgerebt.

Zwischenzeitlich wurde das Fachwerkhaus des Jägerhofs als Hausmeistergebäude der Zentralen Schule des FDGB der DDR genutzt. Zuvor fungierte es als Bedienstetenhaus mit Backstube und gehörte zur Villa des Bankiers Goldschmidt, die auch über einen Naturpark und zahlreiche Wasserspiele verfügte.

Seit 17 Jahren gehört der Jägerhof dem heutigen Besitzer. Er betreibt dort eine Besenwirtschaft und hat jetzt die Außenfassade detailgetreu restauriert. Innerhalb von drei Monaten und in Absprache mit den zuständigen Denkmalschützern.

Der westliche tiefrote Ziegelanbau aus dem 19. Jahrhundert wurde dabei bewusst neu freigelegt, damit sich der historische Teil des Fachwerkgemäuers besser erkennen lässt, sagt Eigentümer Udo Kühn.

Spaziergänger und Wanderer können sich auf ihrem Weg über die Straße Auf den Bergen von der sanierten Fassade, von der frischen Farbe überzeugen.

Um auch die Besenwirtschaft erleben und so noch mehr von dem Anwesen und speziell von dem alten Winzerhaus sehen zu können, müssen sie sich allerdings noch etwas gedulden. Denn die Besenwirtschaft öffnet erst in einigen Monaten. Zu Ostern soll es wieder losgehen, kündigt Udo Kühn an. (SZ/U.K.)

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