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Donnerstag, 14.06.2018

Neue Euro-Scheine ersetzen Fehldruck

Auf den neuen Noten ist Porzellanerfinder Böttger nun vollständig zu sehen.

Ohne Fehldruck: der neue Null-Euro-Schein der Albrechtsburg.
Ohne Fehldruck: der neue Null-Euro-Schein der Albrechtsburg.

© SBG

Meißen. Nachdem der fehlerhafte Null-Euro-Schein der Albrechtsburg aus dem Verkauf genommen wurde, besteht jetzt die Möglichkeit, einen korrigierten Souvenirschein für zwei Euro zu erwerben. Darüber informierte die Burg. Die erste Auflage des Null-Euro-Scheins wurde mit einem Druckfehler produziert und versehentlich verkauft. Es fehlte ein Teil des Rückens von Porzellanerfinder Johann Friedrich Böttger und eines Dreispitzes im Hintergrund.

Einem sehr aufmerksamen Sammler war dieser Fehler aufgefallen und wurde vonseiten der Produktionsfirma umgehend berichtigt. Da eine höhere Anzahl an fehlerbehafteten Scheinen verkauft wurde, wurde beschlossen, den neuen Souvenirschein auf nur 3 000 Stück zu limitieren. Der Sammlermarkt hatte auf die Nachricht vom Meißner Fehldruck schnell reagiert, und die sich noch am Markt angebotenen alten Scheine bewegten sich im Preis steil nach oben.

Die Idee zu dem mittlerweile sehr populären und in mehreren Ländern Europas präsenten Souvenir hatte 2015 der französische Geschäftsmann Richard Faille. Die auf Sicherheitspapier gedruckten und mit für Banknoten typischen Merkmalen versehenen Scheine dienen Sehenswürdigkeiten, Museen und Freizeitparks als Werbemittel. Nach Angaben des Internet-Portals www.0-euro-scheine.de existieren in Deutschland bislang fast 200 verschiedene Motive des Null-Euro-Scheins. Der erste Null-Euro-Schein Deutschlands wurde am 30. März 2016 vom Zoo Duisburg für jeweils drei Euro herausgegeben. Abgebildet sind auf der ersten Ausgabe mit einer Auflage von 5 000 Stück der Giraffenbulle Kiringo, Tiger Elroy und das Koalamännchen Thalera. In Sachsen dürften Schloss und Park Pillnitz 2017 die Vorreiter gewesen sein. Insgesamt werden für den Freistaat acht Motive aufgelistet. Jüngster Neuzugang in diesem Jahr ist die Frauenkirche Dresden. (SZ/pa)