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Donnerstag, 12.07.2018 Handball – Verbandsliga West

Neudorf/Döbelner setzen auf Routine

Die HSG-Handballer sichern sich Rang zehn. Dabei lief die Hinrunde überhaupt nicht nach den eigenen Vorstellungen.

Von Frank Korn und Harald Grotzke

Die zweite Mannschaft der HSG Neudorf/Döbeln setzte in der Rückrunde auf erfahrene Akteure wie André Richter (links) und sicherte so den Klassenerhalt in der Verbandsliga.
Die zweite Mannschaft der HSG Neudorf/Döbeln setzte in der Rückrunde auf erfahrene Akteure wie André Richter (links) und sicherte so den Klassenerhalt in der Verbandsliga.

© Dietmar Thomas

Die HSG Neudorf/Döbeln II (10./12:32) hatte wie viele andere Aufsteiger auch in der höheren Spielklasse etliche Schwierigkeiten zu überwinden. Besonders zu viele verletzungsbedingte Ausfälle ließen die HSG in der Hinrunde der Handball-Verbandsliga Staffel West acht Spiele in Folge verlieren und nur vier Pluspunkte einfahren. Die Rückrunde lief dann auch durch die Unterstützung aus dem Sachsenligateam besser. Dabei war stets die Festspielregelung zu beachten und das hat die HSG perfekt hinbekommen. Zudem setzte Trainer Marc Süße auf erfahrene Akteure wie André Richter, Thomas Händler, Sebastian Blech und Marcel Schumann. Acht Pluspunkte, das doppelte gegenüber der Hinrunde, brachten dann noch den sicheren zehnten Tabellenplatz. Erst nach Saisonende und den eingegangenen Meldungen für das Folgejahr brachte die Erkenntnis, dass sportlich aus dieser Staffel keine Mannschaft absteigen muss.

Die in der Saisonvorschau genannten Staffelfavoriten SG LVB Leipzig II (1./40:4) und Zwönitzer HSV 1928 (2./39:5) haben die gesamte Saison über keinerlei Zweifel an diesem Status gelassen. Einträchtig nebeneinander spielten sie sich mit hervorragenden Auftritten durch das Spieljahr und ließen die Konkurrenz klar hinter sich. Das brachte für beide den Aufstieg in die Sachsenliga, LVB als Meister und der Vize aus Zwönitz setzte sich in der Relegation gegen den Letzten der Sachsenliga SG Kurort Hartha klar durch.

Die Verfolger HSG Rückmarsdorf (3./31:13) und SG Leipzig/Zwenkau II (4./31:13) waren nach der Hinrunde noch recht nah am Spitzenduo, konnten deren Siegeszug in der Rückrunde aber nichts entgegensetzen. Dennoch haben beide eine sehr gute Saison gespielt. Nach der Auflösung der Spielgemeinschaft zwischen Zwenkau und dem SC DHfK Leipzig verabschiedet sich der Tabellenvierte freiwillig vom Spielbetrieb auf Verbandsebene.

Dem Sachsenligaabsteiger SV Plauen-Oberlosa 04 II (5./23:21) ging nach guter Hinrunde mit fortlaufender Saisondauer die Puste aus. Er verlor den Kontakt zur Tabellenspitze. SG Chemnitzer HC (6./22:22), SV Lok Leipzig-Mitte (7./18:26) und HC Glauchau/Meerane II (8./18:26) waren unspektakulär dabei. Ohne Ambitionen nach oben, aber auch ohne Gefahr, in die Abstiegszone zu geraten, absolvierten sie mit mal guter und dann wieder schwächerer Leistung ohne Probleme das Spieljahr.

HSG Rottluff/Lok Chemnitz (9./15:29), Mitaufsteiger HSG Sachsenring (11./10:34) und HV Böhlen (12./5:19) waren neben Neudorf/Döbeln permanent im Tabellenkeller, allerdings am Ende ohne negative Folgen. Sogar die gegenüber der übrigen Konkurrenz noch recht deutlich abfallenden Böhlener sind nächste Saison wieder mit dabei. Kein Absteiger aus der Sachsenliga, zwei Aufsteiger in diese und der freiwillige Rückzug von Leipzig/Zwenkau machen das möglich. Neu kommen Waldheim aus der Staffel West und die SG LVB Leipzig III als Aufsteiger aus der Bezirksliga dazu.