erweiterte Suche
Freitag, 18.05.2018

Nationalspielerin Wezorke bleibt beim DSC

Die 25-jährige Volleyballerin fühlt sich pudelwohl in Dresden, obwohl die Rückrunde nicht nach ihren Vorstellungen lief.

Von Alexander Hiller

Barbara Wezorke hat einen kurzen Aufenthalt zur endgültigen Vertragsverlängerung genutzt. Die 25-Jährige fliegt am Sonnabend mit der Nationalmannschaft nach Asien.
Barbara Wezorke hat einen kurzen Aufenthalt zur endgültigen Vertragsverlängerung genutzt. Die 25-Jährige fliegt am Sonnabend mit der Nationalmannschaft nach Asien.

© Ronald Bonß

Die Mitte bleibt geschlossen. Die Volleyballerinnen des Dresdner SC verlängern den Vertrag mit Mittelblockerin Barbara Wezorke um eine weitere Saison. Die Kontrakte mit den beiden ausländischen Nationalspielerinnen auf dieser Position, Sasa Planinsec (Slowenien) und Ivana Mrdak (Serbien), laufen ohnehin noch eine zweite Spielzeit.

Nun bleibt also auch die gebürtige Rüsselsheimerin zumindest noch ein Jahr beim deutschen Pokalsieger. „Barbara hat ein sehr gutes erstes Jahr gespielt, die erste Saisonhälfte war sogar hervorragend“, lobte Trainer Alexander Waibl. „Deshalb sind wir froh, dass sich Barbara dazu entschieden hat, weiter bei uns zu bleiben“, betonte der 50-Jährige.

Für die deutsche Nationalspielerin, die bereits 2009 bis 2011 im Ausbildungsteam des VC Olympia in der 2. Liga für Dresden spielte, ist die Verlängerung offenbar auch eine Herzensangelegenheit. „Ich habe mich hier sehr, sehr wohlgefühlt, die Stadt ist wunderschön und das Umfeld professionell strukturiert“, erklärt die 25-Jährige. „Zudem habe ich noch nie mit einem Trainer gearbeitet, der so durchdachte Pläne erarbeitet. Es macht für eine Spielerin Spaß, wenn man auch alle Trainerhandlungen nachvollziehen kann“, sagt sie.

Die Profivolleyballerin glaubt, sich in Dresden sportlich noch weiterentwickeln zu können. „In der Rückrunde waren meine Trainingsleistungen nicht mehr so, wie ich mir das selbst vorstelle“, unterstreicht sie selbstkritisch. Deshalb will die junge Frau, die sich vegan ernährt, gemeinsam mit dem DSC-Trainerteam an den kleinen Stellschrauben drehen. „Barbara ist eine sehr vielseitige Spielerin, aber natürlich werden wir versuchen, in allen Bereichen noch ein Stück weiterzukommen. Da geht es also um die Feinarbeit“, sagt Waibl.

Er schätzt die 1,86 Meter große Spielerin mit den auffälligen Locken auch intellektuell. Wezorke gilt als kulturell interessiert, in ihrer Saison beim brasilianischen Erstligisten Brasilia Volei lernte sie fließend Portugiesisch. Und ihr Kurzurlaub nach der ersten Saison als DSC-Profi führte sie für fünf Tage nach Tel Aviv.

Am Samstagabend bricht die Wahl-Dresdnerin zu einer weiteren kleinen Weltreise auf, allerdings aus beruflichen Gründen. Wezorke gehört zum Kader der Nationalmannschaft des Deutschen Volleyball-Verbandes, die derzeit in fünf aufeinanderfolgenden Wochen und an fünf Standorten in der Nations League spielt. Ausgerechnet für die Woche in Brasilien wurde Wezorke aus dem Kader gestrichen. Dafür fliegt sie nun mit nach Asien. Dort werden im südkoreanischen Suwon und in Thailands Hauptstadt Bangkok weitere Turniere ausgetragen. „Ich hoffe dort natürlich auf einige Spielanteile“, sagt sie.

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Ihr Kommentar zum Artikel

    Bitte füllen Sie alle Felder aus.

    Verbleibende Zeichen: 1000
    Text Bitte geben Sie die abgebildete Zeichenfolge ein
    Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Datenschutz.