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Freitag, 10.08.2018

Nach einem Blitzeinschlag gab die Hitze der Broilerbar-Eiche den Rest

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Mitarbeiter der Firma Melde & Berthold fällten gestern im Auftrag der Stadt Hoyerswerda die große Broilerbar-Eiche. Ein Blitzschlag hatte dem Baum so zugesetzt, dass bereits eine Fällung ins Auge gefasst wurde. Die aktuelle Trockenheit beschleunigte das Absterben. Aus Sicherheitsgründen musste nun reagiert werden. Fotos: Ralf Grunert
Mitarbeiter der Firma Melde & Berthold fällten gestern im Auftrag der Stadt Hoyerswerda die große Broilerbar-Eiche. Ein Blitzschlag hatte dem Baum so zugesetzt, dass bereits eine Fällung ins Auge gefasst wurde. Die aktuelle Trockenheit beschleunigte das Absterben. Aus Sicherheitsgründen musste nun reagiert werden. Fotos: Ralf Grunert

© Ralf Grunert

  • Mitarbeiter der Firma Melde & Berthold fällten gestern im Auftrag der Stadt Hoyerswerda die große Broilerbar-Eiche. Ein Blitzschlag hatte dem Baum so zugesetzt, dass bereits eine Fällung ins Auge gefasst wurde. Die aktuelle Trockenheit beschleunigte das Absterben. Aus Sicherheitsgründen musste nun reagiert werden. Fotos: Ralf Grunert
    Mitarbeiter der Firma Melde & Berthold fällten gestern im Auftrag der Stadt Hoyerswerda die große Broilerbar-Eiche. Ein Blitzschlag hatte dem Baum so zugesetzt, dass bereits eine Fällung ins Auge gefasst wurde. Die aktuelle Trockenheit beschleunigte das Absterben. Aus Sicherheitsgründen musste nun reagiert werden. Fotos: Ralf Grunert

Hoyerswerda. Begleitet von skeptischen Blicken einiger Passanten wurde gestern Vormittag die stattliche Eiche auf der Wiese vor der Gaststätte Broilerbar im WK II gefällt. Normalerweise sind solche Fällungen nur außerhalb der Vegetationszeit zulässig. Es sei denn, von einem Baum geht eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus, wie im konkreten Fall. Nach Auskunft von Andrea Kühnöhl, der für Grünanlagen zuständigen Mitarbeiterin des städtischen Bauhofes, habe es am 19. Juli die Bitte des Broilerbar-Gastwirtes gegeben, ein paar abgestorbene Äste der Eiche wegzunehmen, die über den Gehweg und die Gaststätte ragen. Außerdem gebe es viel Totholz im Baum.

Drei Tage später entfernte eine Firma im Auftrag der Stadt diverse Äste über dem Weg. Kurz darauf sei dann aber ein größerer Ast abgebrochen, der fast einen Passanten getroffen hat. „Daraufhin haben wir uns den Baum noch mal genauer angeschaut.“ Wie Andrea Kühnöhl sagt, sei deutlich zu erkennen gewesen, dass die Eiche von oben nach unten abstirbt. Die Ursache dafür ist ein Blitz, der den Baum vermutlich schon im vergangenen Jahr getroffen hat. Zu erkennen war das gestern nach der Fällung auch an den Rissen, die den Stamm auf der kompletten Länge bis hinter zur Wurzel in einem sternförmigen Muster durchzogen. Aufgrund dieser Risse kann der Baum nicht mehr in ausreichender Menge Wasser in Richtung Wipfel transportieren, erläuterte ein Mitarbeiter der Firma Melde & Berthold, der gestern mit der Baumfällung betraut war. „Damit nicht noch mehr passiert, haben wir entschieden, den Baum sofort wegzunehmen“, ließ Andreas Kühnöhl wissen. Dabei spielte zudem der Fakt eine Rolle, dass aufgrund der anhaltenden Trockenheit auch die Eichen verstärkt zu Holzbrüchen neigen. Und da sich der Baum direkt an einem stark frequentierten öffentlichen Weg befindet, ging die Sicherheit vor. Eigentlich hat die Stadt vorgehabt, den Baum im Herbst zu fällen, wenn er total abgetrocknet ist. So lange zu warten, wäre aber nun ein unkalkulierbares Risiko gewesen. (rgr)