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Montag, 14.05.2018

Mutmaßlicher Mörder ist tot

Nachdem sich Robert K. über Stunden in einem Haus in der Königsbrücker Heide verschanzt und auf Polizisten geschossen hatte, setzte der Sportschütze seinem Leben selbst ein Ende.

SEK-Beamte suchen bei Königsbrück nach dem mutmaßlichen Mörder Robert K.
SEK-Beamte suchen bei Königsbrück nach dem mutmaßlichen Mörder Robert K.

© Robert Michael

Dresden. Der mutmaßliche Mörder Robert K. ist tot. „Unsere Einsatzkräfte haben einen Raum betreten und den Tatverdächtigen leblos aufgefunden. Wir gehen von Suizid aus“, twitterte die Polizei am späten Montagabend.

Polizei sucht mutmaßlichen Mörder einer Dresdnerin

Gegen 21 Uhr fanden die Spezialkräfte den Mann leblos im Dachgeschoss des Hauses auf. „Die Umstände deuten darauf hin, dass er sich selbst das Leben genommen hat“, so ein Polizeisprecher. Kurz darauf wurde bestätigt, dass sich K. mit seinem eigenen Revolver erschossen hat. Er hatte zwei Rucksäcke voll mit Lebensmitteln bei sich.

Der 33-Jährige hatte sich zuvor stundenlang im Dachgeschoss eines leer stehenden Garnisonsgebäudes auf einem früheren Armeegelände in der Königsbrücker Heide verschanzt. K. soll am Samstag seine Nachbarin in Dresden erstochen haben und war auf der Flucht.

Seit Montagmittag war das Gebäude, in dem sich K. aufhielt, von rund 200 Polizeibeamten umzingelt, darunter auch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos und der Sondereinheit GSG 9. „Der Täter hält sich seit Stunden in einem geschlossenen Raum auf. Bisher waren alle Versuche der Kontaktaufnahme nicht von Erfolg gekrönt“, twitterte die Polizei Sachsen.

Während des Einsatzes hatte eine Verhandlungsgruppe der Polizei zweimal versucht, mit K. Kontakt aufzunehmen – einmal per Lautsprecher-, einmal per gepanzertem Wagen. Eine Reaktion blieb jedoch aus. Ein Festnahmeversuch, bei dem Blendgranaten eingesetzt wurden, war bereits gescheitert.

K. war Sportschütze, Mitglied in einem Schützenverein und besaß diverse Waffen. Mehrfach hatte er im Verlauf des Tages auf Polizisten geschossen. Einer ist am Arm durch einen Schuss verletzt worden, wie die Polizei via Twitter bestätigte. Außerdem wurde ein Diensthund von K. angeschossen und verletzt. Für ihn gibt es offenbar keine Hoffnung mehr, der verletzte Polizist der GSG 9 befindet sich inzwischen in einem Dresdner Krankenhaus. (SZ)