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Samstag, 08.09.2018 Billard

Mutig ins Abenteuer Oberliga

Die Döbelner Poolstars probieren sich erneut im Oberhaus aus. Druck wollen sie sich dabei selbst nicht machen.

Will mit seinem Team nach dem Wiederaufstieg in die Oberliga den Klassenerhalt schaffen: Teamleiter André Dittmann.
Will mit seinem Team nach dem Wiederaufstieg in die Oberliga den Klassenerhalt schaffen: Teamleiter André Dittmann.

© André Braun

Alles neu macht der Mai trifft bei den sächsischen Poolbillardspielern nicht ganz zu. Denn hier ist es der September, der vieles neu macht. Am Wochenende gehen die beiden Teams der Döbelner Poolstars in eine Saison mit vielen Unbekannten. So wurden unter anderem der Spielmodus erneuert, der Spielplan extrem gestrafft, die Ausspielziele verringert und die Ligazusammensetzung teilweise verändert.

Bisher wurde eine Disziplin pro Runde gespielt, plus eine Partie 10-Ball. Nun werden in allen drei Runden die vier Poolbillarddisziplinen ausgetragen. Das heißt, jeweils ein Match 8-Ball, 9-Ball, 10-Ball und 14/1, wobei kein Akteur am Spieltag in einer der Disziplinen zweimal antreten darf. „Das System gibt Platz für vielfältige taktische Möglichkeiten, die allerdings jede Truppe für sich erst einmal herausfinden muss“, so der Abteilungsleiter der Poolstars, Robby Sauer. Zudem wurden die Ausspielziele etwas eingekürzt, um den Spieltag nicht noch weiter in die Länge zu ziehen.

Hinzu kommen in den Ligen quantitative Veränderungen. In der Landesliga Ost – in dieser ist auch die Poolstars-Reserve gelistet – sind nur noch sechs Mannschaften gemeldet. Dagegen wird es in der Oberliga mit neun Teams vergleichsweise eng und die Anzahl der Absteiger ist noch nicht absehbar. „Welche Auswirkungen diese kleine Reform haben wird, dürfte sich im Verlauf der Saison zeigen“, so Sauer.

Dafür bleibt bei den Poolstars-Akteuren personell alles beim Alten. Die Aufgebote haben sich bereits in der vergangenen Saison mehr als bewährt, konnte doch die erste Mannschaft bekanntlich den souveränen Wiederaufstieg in die höchste sächsische Spielklasse erreichen. So treten Teamleiter André Dittmann, Maik Thiele, Mario Kattner und Robby Sauer die Fahrt zum ersten Auswärtsspiel an. Gastgeber ist der letztjährige Oberliga-Vizemeister BC Joe´s Dresden. Das ist natürlich gleich eine richtige Mammutaufgabe, vor der die Mittelsachsen in der Landeshauptstadt stehen. Aber jeder im Team wusste vorher, dass es eine Etage höher keine leichten Gegner geben wird. Nach der herausragenden Aufstiegssaison mangelt es den Muldenstädtern jedoch nicht an Optimismus. „Klassenerhalt ist ganz klar das Ziel“, sagte André Dittmann, der das Feld mit zwei Absteigern aus der Regionalliga als sehr stark einschätzt. „Es wird ein ganz hartes Brot. Aber wir wollen die Spiele mutiger und offensiver angehen und schauen, was passiert. Allles andere lassen wir auf uns zukommen, denn wir haben nichts zu verlieren. Und wenn es eben nicht reichen sollte, greifen wir in der nächsten Saison wieder neu an. Eichfach auch, weil wir es nicht so verbissen sehen und Billard aus Spaß als Hobby spielen“, so der Teamleiter.

Die zweite Vertretung der Döbelner Poolstars kann sich zum Auftakt auf ein Heimspiel freuen. Zu Gast ist gleich der mittelsächsische Lokalrivale BC Empor Freiberg. Für die Schützlinge um Kapitän Matthias Glauer wird das eine ganz harte Nuss. Die Bergstädter gehen aufgrund einiger Abgänge mit nur einem Team in die Saison. Doch die Qualität ist nach wie vor hoch, sodass die Freiberger zum engeren Favoritenkreis zählen. Den Startplatz in der Verbandsliga haben sie freiwillig abgegeben, aber es sind noch einige Spieler in ihren Reihen, die höherklassig aktiv waren. Verstecken muss sich die Poolstars-Reserve dennoch nicht. (DA/rsa/dwe)

Aufgebote ESV Lok Döbeln
Poolstars Döbeln: Dittmann, Kattner, Thiele, Sauer.

Poolstars Döbeln II: Glauer, Neuber, Zisler, Schönfelder, Hellmann, Bös, Funke.