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Montag, 13.08.2007

Mühle-Glashütte zieht Antrag auf Insolvenz zurück

Düsseldorf/Glashütte. Der sächsische Luxusuhrenhersteller Mühle-Glashütte ist offenbar gerettet. Der am 4. Juli gestellte Insolvenzantrag könne bald zurückgezogen werden, berichtet die Düsseldorfer „Wirtschaftswoche“ laut Firmenanwalt Andrew Seidl. Grund sei die Bereitschaft des Konkurrenten Nomos, auf die Schadenersatzforderung in Höhe von 63 Millionen Euro zu verzichten und sich mit 200000 Euro zufriedenzugeben.

Die Forderung, durch die Mühle überschuldet war, ergab sich aus einem Streit um die Herkunftsbezeichnung Glashütte. Im Februar 2007 hatte das Landgericht München einer Nomos-Klage stattgegeben, weil Mühle in Glashütte weniger als 50 Prozent Wertschöpfung habe, aber den Nachweis „Glashütte/Sa.“ auf seine Uhren druckte. Nun sollen zwei unabhängige Gutachter klären, wie hoch die Wertschöpfung wirklich ist. (ddp)