erweiterte Suche
Donnerstag, 14.06.2018

Mögliche Standorte für einen Spielplatz vorgestellt

Die Stadtverwaltung zeigt auf, wo mögliche Plätze in Weißwassers Altem Dorf sein könnten.

Von Christian Köhler

Symbolbild
Symbolbild

© ZB/dpa

Gleich vier Standorte hat Baureferatsleiter Thomas Böse am Dienstagnachmittag während der Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses genannt, die aus seiner Sicht für die Errichtung eines Spielplatzes in Frage kommen. „Es handelt sich dabei um städtische Grünflächen“, sagt er, „und die, wie gewünscht, im Idealfall auch in einem verkehrsberuhigten Bereich liegen.“ Gewünscht hatte dies die Fraktion Klartext, die für die Suche nach einem Spielplatzstandort im Alten Dorf in Weißwasser einen Antrag stellte.

„Wenn wir uns entscheiden sollten, einen Spielplatz zu errichten, müssten wir etwa 100 000 Euro in die Hand nehmen“, sagte Thomas Böse vorab. Auf einer Karte, die er den Räten und Ausschussmitgliedern vorgelegt hat, zeigte er, wo die Standorte sein könnten:

Neuteichweg / Halbendorfer Weg

Am Ende des Neuteichweges in Richtung Halbendorf biegt dieser links ab. „Vor gut 20 Jahren war einmal geplant, dass der Weg geradeaus auf den Halbendorfer Weg führt“, erklärt Böse. Da dies aber nie realisiert wurde, befinde sich dort eine entsprechend geeignete Stelle für einen Spielplatz.

Gablenzer Weg

Am unbefestigten Gablenzer Weg aus Richtung Damaschkeweg befindet sich nicht nur eine Gartensparte am Neuteich, sondern auch ein Garagenkomplex. Dieser könnte für einen Spielplatz weichen, schätzt der Bauamtsleiter ein. Immerhin, so berichtete er, „stehen derzeit etwa 300 Garagen in Weißwasser leer“. Die Pächter könnten langfristig mit einer neuen Garage bedacht werden.

Kromlauer Weg

Am Kromlauer Weg in Richtung Waldeisenbahn-Strecke befindet sich ebenfalls städtisches Bauland. Es handelt sich ebenfalls um Garagen, die abgerissen werden sollen. Vorgesehen war bislang, dort Eigenheime zu errichten. Aber auch ein neuer Spielplatz könnte hier entstehen. Dazu allerdings müsste es eine Entscheidung der Räte geben, denn einst wurde der Abriss der Garagen und folgend die spätere Nutzung als Eigenheimstandort beschlossen.

Alter Friedhof an der Jahnstraße

Wo einst ein Friedhof war, könnte nun wieder ein Spielplatz errichtet werden. „Dort hatte es in den 90er-Jahren schon einmal einen Spielplatz gegeben“, sagte Thomas Böse. Die Rede ist von der Sackgasse, die gegenüber dem ehemaligen Autohaus Flack am einstigen „Intershop“ zum ehemaligen Friedhof führt. Dort befindet sich eine große Grünfläche, die derzeit ungenutzt ist.

Thomas Böse wandte sich an die Räte: „Ich könnte anbieten, noch weitere Diskussionen zu führen.“ Er wolle den Stadträten noch eine Karte zur Verfügung stellen, aus der ersichtlich wird, wo sich weitere städtische Grundstücke befinden. SPD-Stadträtin Kathrin Jung bedankte sich für die Informationen, denkt aber, dass ein 1 000 Quadratmeter großer Spielplatz zu „überdimensioniert“ ist. Sie könne sich vorstellen, diesen kleiner ausfallen zu lassen, um zudem die Bewirtschaftung günstiger zu machen. „100 000 Euro finde ich zu hoch“, sagt sie. Sie habe recherchiert und sei auf wesentlich günstigere Spielgeräte gestoßen. „Bei unseren polnischen Nachbarn findet sich in fast jedem Dorf ein schöner Spielplatz“, sagt sie. „Das geht bei uns genau so, wenn der Wille da ist.“ Zudem würden sich sicher Bürger finden, die Aufbau und Bewirtschaftung eines solchen Spielplatzes unterstützen. „Bei den Kosten habe ich Erschließung, Erdarbeiten, Parkplätze und Geräte berechnet. Man muss überdies prüfen, ob der Standort geeignet ist“, argumentierte Böse. Wie nun weiter verfahren wird, ist offen, denn der derzeitige Haushalt der Stadt wird kaum Geld für einen Spielplatz hergeben.

Knapp fünf Jahre hatten die Stadträte gebraucht, um über die Verwendung der Mission-Olympic-Gelder von etwa 20 000 Euro zu entscheiden. Mehrheitlich votierten die Räte Anfang des Jahres für den Oberlausitzer Sportpark (OSP) – und damit gegen einen Spielplatz.