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Dienstag, 23.10.2018

Militärisch unwirksam

Spannende Fotoausstellungen zu den Tschechisch-deutschen Kulturtagen.

Von Siiri Klose

Die Bunker der Schöber-Linie dienten als Kunsträume.Foto (PR): Simon Wolf
Die Bunker der Schöber-Linie dienten als Kunsträume.Foto (PR): Simon Wolf

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Bei Wanderungen in der Böhmischen Schweiz liegt immer mal ein Bunker im Weg – bemoost, belaubt und buchenbewachsen. Sie sind Bestandteile der sogenannten Schöber-Linie, eine tschechische Verteidigungslinie aus den 1930er-Jahren, die allerdings nie militärisch wirksam wurde. Fotografien erhellen die Tschechische und deutsche Geschichte im Rahmen der Tschechisch-deutschen Kulturtage kommen die alten Bunker ans Licht: In seiner Galerie nEuropa stellt der Kultur Aktiv e.V. fotografische Ergebnisse seines Projekts „Anrandungen“ aus. Seit dem Frühjahr 2018 hatte der Verein tschechische und deutsche Künstler eingeladen, sich mit dem Thema „Grenzen“ zu beschäftigen. In einem Workshop verknüpften sie ihre Arbeiten mit den Bunkern. Die beiden Ausstellungen „Die Schöberlinie – Kunst aus Tschechien und Deutschland in Bunkern“ und „Böhmische Dörfer – Neubelichtet“, in der Emílie Mrazíková tschechische Traditionen in einer reduziert-sachlichen Bildsprache einfängt, sind der Abschluss des Grenz-Projektes. Zum Programm der Tschechisch-deutschen Kulturtage gehört auch die Ausstellung in der Gedenkstätte Bautzner Straße. Schwarzweiß-Bilder tschechischer und slowakischer Fotografen dokumentieren „Das Ende des Prager Frühlings 1968“. Dazu spricht Hartmut Henke, der als Student der TU Dresden zum Zeitzeugen wurde, am 30.10. um 18 Uhr. Am 6.11. eröffnet im Kulturrathaus die Ausstellung „Die Schaleks – eine Mitteleuropäische Familie.“

Service

Was: Vernissage „Böhmische Dörfer – Neubelichtet“; „Die Schöberlinie – Kunst aus Tschechien und Deutschland“

Wann: 26. Oktober, 20 Uhr

Wo: Galerie nEuropa, Bautzner Str. 49, DD

Internet: www.kulturaktiv.org