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Freitag, 18.05.2018 Kommentar

Menschen sind immer noch füreinander da

Catharina Karlshaus über die Auswirkungen des Unwetters

SZ-Redakteurin Catharina Karlshaus
SZ-Redakteurin Catharina Karlshaus

© Kristin Richter

Und wieder hat es uns die Natur gezeigt. So richtig und mit aller Gewalt. Nachdem bereits zu Beginn des Jahres Orkan „Friederike“ mit 130 Stundenkilometern über den Landkreis hinweggefegt war und unzählige Schäden anrichtete, wütete nun der starke Regen. Der Klimawandel mit frühsommerlichen Temperaturen seit April zeigt uns die rote Karte.

Und den Bewohnern des Priestewitzer Ortsteiles Döschütz, welche verheerenden Auswirkungen diese Veränderungen haben können. Geradezu ausgetrocknet ist der Boden des Kartoffelfeldes gewesen und landete deshalb schließlich als schlammige Masse in Gärten, Höfen, Scheunen und leider auch im Wohnhaus.

Unbestritten erlebten die Döschützer an diesem Mittwoch eine Ausnahmesituation. Innerhalb von Minuten wurde ihr Hab und Gut nachhaltig geschädigt. Etwas, das bei vielen Betroffenen aus Großenhain und Umgebung leidvolle Erinnerungen an den Pfingsttornado 2010 wachrütteln dürfte.

Und nicht nur daran. In dieser Zeit standen die Menschen in der Not ungefragt zusammen. Sie halfen sich bis zur Erschöpfung, so wie in Döschütz. Ein Miteinander, das guttut und zeigt: Auch wenn das Leben zuweilen schneller und hektischer verläuft. Man ist immer noch für den anderen da – etwas, das im Gegensatz zum Schlamm bleiben wird.

E-Mail an Catharina Karlshaus

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