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Montag, 26.02.2018

Mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger

Der Landkreis hat bei den Kosten der Unterkunft nachgebessert und zahlt rückwirkend.

Von Peter Andersohn und Kathrin Krüger-Mlaouhia

© Symbolbild/dpa

Die jetzt neu festgelegten Werte für die sogenannten Kosten der Unterkunft liegen im Durchschnitt vier Prozent höher als die alten Zahlen. Das geht aus einem Bericht des Jobcenters Meißen zur Angemessenheit der Kosten an den Sozialausschuss des Landkreises hervor. Bei den Kosten der Unterkunft handelt es sich um eine Art Wohngeld, welches Bezieher von Arbeitslosengeld erhalten, um ihre Miete zu finanzieren. Gezahlt wird rückwirkend zum 1. August 2017.

Dabei richtet sich die Höhe der Summe nach dem jeweiligen Wohnort. Um den Wert zu ermitteln, sind im Landkreis acht Vergleichsräume gebildet worden, welche die unterschiedlichen Mieten in den Städten und Dörfern zwischen Strehla und Radeburg abbilden.


Neu berechnet werden musste das Wohngeld aufgrund einer Kritik des Sozialgerichtes Dresden. Die Richter hatten bemängelt, dass der Landkreis als Grundlage lediglich auf Zahlen zurückgegriffen hat, die für den gesamten Freistaat gelten. Nach Auskunft des Jobcenters wurden nun auch Statistiken zu den tatsächlichen Angebotsmieten im Landkreis Meißen herangezogen.

Letztmalig gab es zum 1. August 2015 eine Mieterhebung. Aller zwei Jahre soll eine Fortschreibung erfolgen, heißt es.