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Montag, 12.02.2018

Mega-Deal mit Emirates

Ein Großauftrag für Airbus soll mittelfristig den Fortbestand des A380-Programms sichern. Die jahrelange Flaute bei den Bestellungen hatte die Zukunft des Flaggschiffs in Frage gestellt.

Airbus besiegelt A380-Deal mit arabischem Großkunden Emirates.
Airbus besiegelt A380-Deal mit arabischem Großkunden Emirates.

© Christian Charisius/dpa

Abu Dhabi/Toulouse. Der für die Zukunft des Airbus-Riesenfliegers A380 wichtige Mega-Deal mit Emirates ist perfekt. Etwas mehr als drei Wochen nach der Unterzeichnung eines Vorvertrags besiegelte die arabische Fluggesellschaft jetzt eine feste Bestellung über 20 Exemplare des weltgrößten Passagierjets. Die in Abu Dhabi unterschriebene Vereinbarung mit dem europäischen Flugzeugbauer sieht zudem eine Kaufoption über 16 weitere A380-Maschinen vor, wie die Unternehmen am Sonntagabend mitteilten.

Damit soll das A380-Programm bei deutlich heruntergefahrener Produktionsrate für ein Jahrzehnt gesichert sein. Ohne den Großauftrag von Emirates hätte Airbus die Herstellung des doppelstöckigen Flugzeugs in absehbarer Zeit einstellen müssen, wie der Konzern selbst Anfang des Jahres eingeräumt hatte. Das ursprünglich mit großen Hoffnungen auf den Markt gebrachte Flaggschiff hatte seit Jahren kaum neue Käufer gefunden.

Airbus hofft nun, mit dem Emirates-Geschäft im Rücken weitere Kunden gewinnen zu können. „Diese Vereinbarung bestätigt unser Bekenntnis zum A380-Programm“, sagte Emirates-Chef Scheich Ahmed bin Said Al Maktum. „Damit verleihen wir der A380-Produktion Stabilität.“ Die Golf-Airline war schon zuvor die wichtigste A380-Kundin.

Das Auftragsvolumen für alle 36 Jets würde sich laut Preisliste auf rund 16 Milliarden US-Dollar (13 Mrd Euro) belaufen. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen - vor allem bei wenig gefragten Modellen - hohe Rabatte üblich.

Die A380 ist seit 2007 im Liniendienst und mit Platz für bis zu 853 Fluggäste der größte Passagierjet der Welt. Doch die meisten Gesellschaften setzen lieber auf mittelgroße Langstreckenjets wie den Airbus A350 und Boeings 787 „Dreamliner“. Diese lassen sich auch auf weniger gefragten Strecken rentabel einsetzen. Da sie mit zwei statt vier Triebwerken auskommen, sind sie auch günstiger zu warten.

Airbus sieht das Wachstum des Luftverkehrs als wichtigstes Argument für die A380. An Drehkreuzen wie London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle könne der Bedarf auf Dauer nur mit größeren Flugzeugen gedeckt werden, schätzt das Unternehmen.

Vor der neuen Emirates-Order hatte Airbus noch offene Bestellungen über 95 Exemplare der A380 in den Büchern. Die Produktion wird zurückgefahren. Nach zwischenzeitlich bis zu 30 Jets pro Jahr sollen 2018 noch 12 Maschinen die Werkshallen verlassen. Ab 2019 sollen es dann nur noch acht Stück sein. (dpa)

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