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Montag, 22.10.2018

Mann beißt Bundespolizisten

Erst gab‘s eine familiäre Auseinandersetzung in Neugersdorf, dann flüchtete der Verdächtige, am Ende leistete er auch noch Widerstand.

Symbolbild.
Symbolbild.

© Friso Gentsch/dpa

Neugersdorf. Zu einer familiären Auseinandersetzung ist die Bundespolizei am Sonntag, gegen 1.30 Uhr, nach Neugersdorf ausgerückt. Als die Beamten vor Ort eintrafen, machte sich der Verdächtige gerade aus dem Staub. Sie verfolgten den Mann und forderten ihn mehrfach vergeblich auf, stehen zu bleiben. Stattdessen beschimpfte der 40-Jährige die Beamten lautstark. Als die Polizisten den Flüchtenden einholten und festhalten wollten, leistete dieser Widerstand und musste zu Boden gebracht werden. Bei dem Versuch, ihm Handschellen anzulegen, biss der Mann einen Beamten durch die Handschuhe in die linke Hand sowie in die rechten Wade, teilt die Bundespolizei mit. „Erst nach der Fesselung hat sich der Mann allmählich beruhigt und keinen Widerstand mehr geleistet.“

Gegen zwei Uhr traf eine Streife der Landespolizei ein und übernahm den Fall. Die genauen Umstände der eigentlichen Auseinandersetzungen in dem Wohnhaus sind jetzt Bestandteil der Ermittlungen. Gegen den 40-jährigen Deutschen aus Löbau läuft nun eine Strafanzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Der gebissene Beamte erlitt eine leichte Hautabschürfung und ein Hämatom an der linken Hand. Verletzungen am Bein konnten nicht festgestellt werden. Nach einer kurzen Vorstellung im Krankenhaus Ebersbach setzte er seinen Dienst fort. (SZ/tc)