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Sonntag, 21.09.2014

„Mal schnell die Welt retten“

Weltweit gab es Demos für einen besseren Klimaschutz - in Berlin unter einem popkulturell angehauchten Motto.

Mit dem Hinweis, dass es keinen „Planeten B“ gibt, tanzte diese Demonstrantin in gelben Regenstiefeln zum Brandenburger Tor.
Mit dem Hinweis, dass es keinen „Planeten B“ gibt, tanzte diese Demonstrantin in gelben Regenstiefeln zum Brandenburger Tor.

© REUTERS

Berlin. Zwei Tage vor dem UN-Klimagipfel in New York haben Tausende Menschen in Berlin für einen effektiveren Klimaschutz demonstriert. In drei Protestzügen zum Brandenburger Tor forderten sie am Sonntag verschärfte Klimaziele und einen Umstieg auf erneuerbare Energien. Das Motto: „Mal schnell die Welt retten“, das entfernt an Tim Bendzkos Hit „Nur noch kurz die Welt retten“ erinnerte.

Weltweit hatten mehr als Tausend Organisationen Proteste organisiert. Es seien Hunderttausende Teilnehmer gewesen, teilte der Veranstalter Avaaz mit. In Melbourne etwa gingen demnach 30.000 Australier auf die Straße. Ziel sei es, Druck auf die Politik aufzubauen und sie zum Abschluss eines effektiven Klimaschutz-Abkommens zu bewegen.

In Berlin tanzten bei der „Silent Climate Parade“ Menschen lautlos - mit Kopfhörern - für mehr Klimaschutz, auch Radfahrer und Kinder mit ihren Familien waren unter den Demonstranten. „Es war ein fantastischer Tag“, sagte Kampagnenleiter Christoph Schott. „Die Menschen haben gezeigt, dass ihnen das Klima am Herzen liegt.“

Kanzlerin Merkel fehlt beim Gipfel

Zum Klimagipfel von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Dienstag werden zahlreiche Staatsoberhäupter erwartet, darunter auch US-Präsident Barack Obama. Angela Merkel wird nicht teilnehmen. Bei dem Gipfel sollen die Grundlagen für einen neuen Klimavertrag gelegt werden.

Koordiniert hat die Märsche die Organisation Avaaz. Sie begreift sich als weltweite Bürgerbewegung. Eine aktuelle Avaaz-Online-Petition zum Klimaschutz haben bislang mehr als 1,7 Millionen Menschen unterzeichnet. Darin wird gefordert, den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) allmählich auf Null zu senken. In Deutschland unterstützten auch der WWF und Greenpeace die Demos. (dpa)

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