erweiterte Suche
Sonntag, 04.11.2018

Lokalmatador Hauschild gewinnt

174 Sportler wetteifern im Radiborer Ortsteil Mühlhäuser um die Siege in den Crossläufen und mehreren Radrennen.

Katharina Hauschild vom RSV Bautzen unterwegs auf einer Abfahrt beim Rennen in Radibor. Sie traf dort auf starke Konkurrenz und verpasste das Siegerpodest.
Katharina Hauschild vom RSV Bautzen unterwegs auf einer Abfahrt beim Rennen in Radibor. Sie traf dort auf starke Konkurrenz und verpasste das Siegerpodest.

© privat

Radsport/Cross. Bei der 14. Auflage der Crossläufe und Querfeldeinrennen in Radibor strömten wieder zahlreiche Sportler und Zuschauer in den Ortsteil Mühlhäuser und das anliegende Wäldchen am Kohlegraben. Die Veranstaltung gehört 2018 zur Bioracer-Cross-Serie und war die vierte von insgesamt neun Stationen. Nachdem im Vorjahr das Rennen wegen eines Sturms sehr kurzfristig abgesagt werden musste, hatte es das Wetter diesmal – zumindest anfangs – gut gemeint. Die neue Abfahrt vom berüchtigten Bahndamm ließ die Crosser-Herzen schneller schlagen, doch auch bereits bekannte Streckenabschnitte trennten die Spreu vom Weizen.

Den Renntag begannen die jüngsten Sportler. Die Altersklassen U 13, AK 14 und U 11 absolvierten auf einer etwas verkürzten Strecke ihre Crossläufe. Dabei waren neben den Sportlern aus ganz Mitteldeutschland vor allem die Schüler aus Radibor und der Nachbarschaft angetreten. Die Radsport-Kinder der U 13 und die Leichtathleten der AK 14 liefen dabei zwei Runden von jeweils 1200 Metern. Es siegte Markus Dej (Sorbische Oberschule Radibor) souverän vor Justin Barkow vom RSV Bautzen.

Im gleichzeitigen Lauf der Radsportklasse U 13 holte sich Zeno Levi Winter (RSV Venusberg) den dritten Sieg in der diesjährigen Serie. Die Schüler in der U 11 konnte Zeno Levi Winter vom RSV 54 Venusberg erneut alle besiegen. Es war sein vierter Sieg im vierten Bewerb der Serie.

Die U 15 eröffnet die Radrennen


Kurz darauf wurde die Strecke für die ersten Radfahrer frei gemacht. Das Rennen der Schülerklasse U 15 war über 20 Minuten ausgeschrieben. Für den RSV Bautzen waren auch Mansur Walimamat und Fabian Müller im 20-köpfigen Feld – beide erstmals in einem Lizenzwettbewerb. Erwartungsgemäß konnten sie nicht in den Kampf um die Podiumsplätze, der von den erzgebirgischen Teams ausgefochten wurde, eingreifen, machten ihre Sache aber ordentlich. Es siegte Simon Degenkolb vom RSV Team Auto-Riedel Schwarzenberg.

Im Anschluss gingen die U 17 und mit etwas Rückstand die Damen an den Start. Die U 17 fuhr eine knappe halbe Stunde. Es siegte Magnus Findeisen vom RSV 54 Venusberg. Bei der Damen-Elite stand wieder eine Fahrerin des RSV Bautzen am Start. Katharina Hauschild fuhr ein starkes Rennen, musste sich jedoch mit der Holzmedaille zufriedengeben, da die Konkurrenz hier einfach zu stark war. Es siegte Tina Schulz (Dresdner SC 1898) mit deutlichem Vorsprung vor ihrer Schwester Nora Schulz (RSV Speiche). Dritte wurde Claudia Moser, ebenfalls vom Dresdner SC 1898.

Große Hoffnungen konnte Gastgeber RSV Bautzen (gemeinsam mit dem Inselteichverein Radibor) auf Silvio Hauschild setzen, der mit den Masters ein 40-Minuten-Rennen anging. Zeitversetzt waren hier auch die Junioren unterwegs. Zuerst zur (U 19). Den dritten Platz belegte Maxime Glöckner (RSV 54 Venusberg) hinter seinem Team-Kollegen Giovanni Schmieder und dem Sieger vom ESV LOK Zwickau, Lennart Lein. Damit war auch die Spitze der Junioren-Cupwertung unter sich.

Bei den Masters konnte sich Lokalmatador Silvio Hauschild direkt vom Start weg an die Spitze des Feldes setzen, dort bleiben und mit gutem Vorsprung gewinnen. Damit verwies er Christian Groß vom SV Leisnig und Danny Götze (RC Nordsachsen) auf die Plätze zwei und drei. Um 13 Uhr starteten dann die Männer-Elitefahrer und und die U 23 zu ihrem bundesoffenen Rennen. Nun setzte auch der prognostizierte Regen langsam ein. Clemens Kumpe vom RSV Bautzen konnte sich am Start vorn einordnen, hatte dann jedoch Probleme, sich in der Spitzengruppe zu halten und fiel im Rennverlauf ins Mittelfeld zurück.

RSV-Vereinskollege Lutz Baumgärtel konnte seine Qualitäten auf dem Mountainbike auch auf das Crossrad übertragen und musste sich nur Leo Wurster vom TSV Dettingen 1990 geschlagen geben, der trotz eines Defektes den Sieg einfahren konnte. Dritter wurde Steffen Wolfram (ProCycle). Anton Sauermann (Dresdner SC 1898) konnte den Pflasterstein-Pokal des besten U 23 Fahrers mit nach Hause nehmen. Den Abschluss des Renntages bildete das Hobby-Rennen über 30 Minuten. Der Regen sorgte für etliche Ausrutscher bergab. Folgenreiche Stürze blieben aber aus. Mit diesen Bedingungen kam Marc Hoffmann vom RSV Frankenberg am besten klar. Insgesamt waren in Radibor 174 Fahrer und Läufer am Start. (cku)