erweiterte Suche
Dienstag, 04.09.2018 Fußball – Kreisliga A Staffel Ost

Lok-Elf kommt in Fahrt

Im Duell mit dem SV Aufbau Waldheim: Großbauchlitzer werden ihrer Favoritenrolle mit 4:0-Sieg deutlich gerecht.

Von Dirk Westphal

Immer wieder kam der ESV Lok Döbeln zu guten Möglichkeiten, verpasste es allerdings, diese zu einem höheren Sieg gegen den SV Aufbau Waldheim zu nutzen.
Immer wieder kam der ESV Lok Döbeln zu guten Möglichkeiten, verpasste es allerdings, diese zu einem höheren Sieg gegen den SV Aufbau Waldheim zu nutzen.

© André Braun

Lokalsport. Im Großbauchlitzer Lok-Stadion standen sich am Sonntag zwei Döbelner Torwartlegenden als Trainer gegenüber: Frank „Franz“ Domaniecki, der für den ESV Lok Döbeln unter anderem in der Bezirksliga spielte und dem Verein bis heute die Treue hält und Steffen „Schwanz“ Kaiser, der ehemalige Landesligakeeper des Döbelner SC. Der durchlief in den vergangenen Jahren zahlreiche Trainerstationen und coacht seit Saisonbeginn den SV Aufbau Waldheim.

Auch wenn die Richzenhainer ihren Punktspielauftakt gegen den Hohnstädter SV mit 2:0 gewonnen hatten, währenddessen der ESV Lok in Großbothen über ein 0:0 nicht hinauskam, liefen die Döbelner als Favoriten auf. Ein Treffer von Steven Kaulich nach fünf Minuten brachte die Einheimischen früh in Front. Weitere Chancen wurden allerdings nicht genutzt, sodass es in der zweiten Halbzeit spannend blieb. Die Waldheimer versuchten ihr Glück mit langen Bällen auf Rico Bebersdorf, doch echte Möglichkeiten sprangen nicht heraus. So sorgte das 2:0 in der 53. Minute durch Matthias Engler für Ruhe in den Großbauchlitzer Reihen. Es folgten Chancen ohne Ende, die A-Juniorenspieler Marvin Salzmann und erneut Steven Kaulich nutzten. „Das 4:0 geht in Ordnung. Die Spielanteile spiegeln sich im Ergebnis wider, das durchaus höher ausfallen konnte“, sagte ESV-Coach Frank Domaniecki, der anfügte: „Die Waldheimer sind auf alle Fälle besser als vergangene Saison.“ Sein Gegenüber Steffen Kaiser schätzte ein: „Der Sieg für den ESV geht in Ordnung. Wir werden die Niederlage verdauen und nach vorn schauen.“

Ihre 1:2-Auftaktniederlage beim Hohburger SV machte der SV 29 Gleisberg mit einem 4:3 (3:0)-Heimsieg gegen den FSV Dürrweitzschen vergessen. Allerdings zeigten die Schützlinge von Spielertrainer Frank Baumert zwei verschiedene Gesichter. Bereits in der vierten Minute sorgte Tom Schubert per Kopf für die Führung, die Oliver Michael in der zwölften Minute ausbaute. Als Rick Willy Schmidt in der 26. Minute und kurz nach der Pause auf 4:0 erhöhte, schien die Partie entschieden. Was dann passierte, war kaum nachzuvollziehen. Ein Doppelschlag von Oliver Dorsch (54./56.) brachte die Obstländer wieder ins Spiel. Allerdings ließen die Gleisberger auch klarste Chancen aus, für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Und dann kamen sie noch einmal ins Zittern, als die Gäste in der 90. Minute den Anschlusstreffer besorgten und drei Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden. Letztendlich blieb es jedoch beim Spielstand, der einige Fragen aufwirft. „Nach den zwei schnellen Toren bringen wir uns selber aus dem Konzept, spielen teilweise zu lässig, wobei die Gäste mit drei Sonntagsschüssen zum Anschluss kamen“, resümierte SV-Trainer Frank Baumert. „Das war ein Sieg, der sich fast wie eine Niederlage anfühlt. Wir wissen dadurch aber, woran wir arbeiten müssen.“

Bereits die zweite Saisonniederlage musste der SV Medizin Hochweitzschen hinnehmen. Im Medizin-Duell unterlagen die Westewitzer in Zschadraß mit 1:4 (0:1). Die Gastgeber präsentierten sich von Beginn an stark und erarbeiteten sich mit einem schnellen Umkehrspiel zahlreiche Chancen. Allerdings verpassten sie es, diese zu nutzen. So stand es zur Pause durch ein Tor von Julian Gehle nur 1:0. Kurz nach dem Wechsel besorgte Henning Burger das 2:0, was ein Weckruf für Hochweitzschen war. Stephan Prankes 2:1 und ein von Alexander Lange gehaltener Elfmeter motivierte die Muldentaler nochmals, auch wenn sie ab der 64. Minute nach einer Gelb-roten Karte gegen Enzo Werner in Unterzahl spielten. Sie drängten auf den Ausgleich, der allerdings nicht fiel. So kamen die spielerisch nachlassenden Zschadraßer durch zwei Kontertore noch zu einem deutlichen 4:1-Sieg.

Noch heftiger als die Westewitzer unter die Räder kam der Meisterschaftsdritte der Vorsaison, SG Zschaitz/Ostrau II. Beim Hohnstädter SV zahlten die Jahnataler mächtig Lehrgeld und unterlagen mit 1:6. Beim Zwischenstand von 4:0 nach 23 Minuten war praktisch eine Vorentscheidung gefallen. Den Ehrentreffer der Zschaitz/Ostrauer besorgte Lars Oberpichler kurz vor der Pause. Mehr war an diesem Tag nicht drin. (DA/bha)