erweiterte Suche
Dienstag, 20.02.2018

Liedgut auf Leergut

Sie hängen an der Flasche und sind trotzdem erfolgreich: Das GlasBlasSing Quintett

Von Tom Vörös

Seit 2006 Berufsflaschenmusiker, GlasBlasSing, hier als Quartett. Foto: Yves Sucksdorff/PR
Seit 2006 Berufsflaschenmusiker, GlasBlasSing, hier als Quartett. Foto: Yves Sucksdorff/PR

In Zeiten, in denen die Musikindustrie in gewissen Bereichen auf austauschbare Einwegkünstler setzt, spielen fünf erwachsene Flaschenkinder lieber gleich verrückt, so könnte man sagen. Auf präzise befüllten Flaschen entlocken sie mithilfe ihrer Lippen den bisher eher unbekannten Himbeergeist bekannter Lieder, recyceln Welthits und spielen Eigenes auf musikalisch sanfte, doch Show-lastige Art und Weise.

Viel Sinn für Entleertes

Bereits seit 2003 sind die „Flaschenmusiker“ im deutschsprachigen Raum unterwegs und sorgen mit ihrem Leergut für gefüllte Säle. Zunächst erprobte man sich eifrig in den Fußgängerzonen. 2009 hatte ihr zweites Bühnenprogramm „Keine Macht den Dosen“ Premiere im Quatsch Comedy Club Berlin. 2011 waren sie zu Gast bei „Wetten, dass..?“ – Mit 500 Menschen aus Halle spielten sie am Ende der Show auf dem Marktplatz Händels „Halleluja“, auf Flaschen. Und seit 2015 sind Andreas Lubert, Frank Wegner, Jan Lubert, Jens Peter Tangermann und David Möhring mit dem Programm „Volle Pulle – Flaschenmusik XXL“ auf Tour und ploppen sich durch die Musikgeschichte.

Die Flaschen dafür holen sie sich hauptsächlich im herkömmlichen Einzelhandel. „Die Berufsehre gebietet es, dass wir die Instrumente auch jedes Mal persönlich entleeren.“

Service

Was: GlasBlasSing Quintett

Wann: 25. Februar, 17 Uhr

Wo: Unterirdische Welten, DD

Tickets: 17,90 Euro

Hotline: 0351 405 45 50

Internet: www.glasblassing.de

Verlosung

Wir vergeben zweimal zwei Freikarten – über verlosung@augusto-magazin.de, mit Angabe von Name & Stichwort. Die Gewinner werden am Freitag ab 12 Uhr per E-Mail benachrichtigt.