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Freitag, 08.06.2018

Letzte Heimspiele für GFV und Stahl

Von Jürgen Schwarz

In der Fußball-Landesliga steht der vorletzte Spieltag an und die wichtigsten Entscheidungen sind schon gefallen. Der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal hat seine Aufstiegsparty bereits hinter sich, Stahl Riesa und der Radebeuler BC den Klassenerhalt sicher. Noch nicht geklärt ist die Anzahl der Absteiger, weil noch nicht feststeht, ob der SV Einheit Kamenz in die Sachsenliga eingegliedert werden muss. Sportlich waren die Lessingstädter als Vorletzter abgestiegen, aber der Rückzug von drei Vereinen aus der NOFV-Oberliga Süd ermöglichte den Kamenzern überraschend die Teilnahme an der Relegation zum Verbleib in der 5. Liga. Am Sonntag steigt das Rückspiel in Charlottenburg, danach steht fest, ob neben dem VFC Plauen II (Rückzug) zwei oder drei Mannschaften in die Landesklasse absteigen.

Die Großenhainer haben Rang vier schon sicher, denn der FV Eintracht Niesky (5.) rangiert zwei Runden vor Schluss sieben Zähler hinter dem Neuling. „Wir werden alles dafür geben, Platz zwei zu verteidigen“, sagt GFV-Coach Andreas Jachmann. „Wir wollen den Schwung vom 4:2-Sieg bei Rapid Chemnitz unbedingt mit in die Jahnkampfbahn nehmen.“ Zu Gast in Großenhain ist Kickers Markkleeberg (6.). Alle sieben Partien werden am Samstag um 15 Uhr angepfiffen. Im Hinspiel trennten sich beide Teams 1:1, obwohl die Jachmann-Schützlinge die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl spielen mussten.

Auf die nun schon obligatorische Frage, wer denn Nachfolger von Andreas Jachmann wird, gibt es immer noch keine Antwort. Zumindest wird Jachmann beim letzten Heimspiel der Saison sicher gebührend verabschiedet. Welche Spieler das auch betreffen könnte, darüber hüllt sich Geschäftsführer „Alex“ Gleis in Schweigen. Zumindest ist neben dem freien Eintritt für Kinder und Frauen sowie Freibier (so lange der Vorrat reicht) die „Verabschiedung von Sportfreunden“ auf der Vereinshomepage angekündigt.

Verrückt war die Situation am Wochenende beim Radebeuler BC. Während Trainer Matthias Müller im Pressegespräch nach dem 6:3-Heimsieg über Grimma mehrfach daran erinnerte, dass der Ligaverbleib noch nicht in trockenen Tüchern sei, hatte sich die Situation am Sonntag grundlegend verändert. Die Heimniederlage von Rapid Chemnitz gegen Großenhain war gleichbedeutend mit dem sicheren Klassenerhalt des RBC. Doch schon beim ersten Training in dieser Woche forderte „Lotte“ Müller seine Jungs auf, „weiter zu punkten“. Die Zielstellung ist klar, denn bereits mit einem Zähler beim Gastspiel in Glauchau würden die Radebeuler am spielfreien VfL Pirna-Copitz (8.) vorbeiziehen. Gastgeber VfB Empor, aktuell Tabellen-13., wird freilich hochmotiviert zu Werke gehen, um dem Klassenerhalt ein großes Stück näher zu kommen. Das erste Aufeinandertreffen war eine klare Sache für die Karl-May-Städter, die nach Toren von Richard Schöne (2) und Robert Lauterbach mit 3:0 gewonnen hatten.

Die BSG Stahl Riesa (7.) erwartet den Reichenbacher FC zur letzten Heimpartie in dieser Saison und will die Hinspiel-Niederlage (0:2) vergessen machen. Ob auch in der Feralpi-Arena der eine oder andere Spieler verabschiedet wird, darüber wurde bisher nichts bekannt. Der „Buschfunk“ vermeldet zumindest das Laufbahnende von Torhüter Marcus Hesse.