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Montag, 23.07.2018

Leisniger springt in die Weltspitze

Von Frank Korn

Michael Kölz mit Anpowikapi bei der Chio in Aachen beim Preis von Europa. In diesem Springen landete der Leisniger auf Rang 25, verbuchte aber mit FST Dipylon zwei Podestplätze. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Michael Kölz mit Anpowikapi bei der Chio in Aachen beim Preis von Europa. In diesem Springen landete der Leisniger auf Rang 25, verbuchte aber mit FST Dipylon zwei Podestplätze. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

© dpa

Der Bronzegewinner der Deutschen Meisterschaften der Springreiter 2018, Michael Kölz vom PSV Leisnig, war zum ersten Mal beim Chio in Aachen am Start und hatte als Parole ausgegeben, er wolle „kein ganz schlechtes Bild abgeben“. Das ist ihm gelungen – auch wenn er am Sonntag von der schnellen US-Reiterin Margie Goldstein-Engle im SAP-Preis abgehängt wurde.

Margie Goldstein-Engle hatte für das 1,45 Meter-Springen gegen die Uhr den neunjährigen Rheinländer Dicas gesattelt, den sie seit gut einem Jahr hat. Auf diesem Niveau hat der Wallach schon Schleifen in Serie gesammelt, aber er war noch nie beim Chio Aachen am Start. Doch offensichtlich mag er die Soers: 65,97 Sekunden, Bestzeit, null Fehler, Sieg.

Michael Kölz, für den ein langgehegter Traum in Erfüllung ging, als er hörte, dass er in der Soers – so wird das Hauptstadion im Reitpark Soers kurz genannt – starten darf, wurde Zweiter mit FST Dipylon vom Landgestüt Moritzburg. Kölz benötigte für den Umlauf 68,1 Sekunden. Nach seinem dritten Platz im Eröffnungsspringen, ebenfalls mit FST Dipylon (DA berichtete) und Platz zehn im Zwei-Phasen-Springen stellt diese Platzierung einen weiteren großen Erfolg dar. Nicht ganz so gut lief es für den Tautendorfer beim Großen Preis von Aachen, einer Springprüfung mit zwei Umläufen und Stechen. Mit Anpowikapi leistete er sich fünf Fehlerpunkte und schied damit bereits nach dem ersten Umlauf aus.

Doch auch wenn sich Kölz im Großen Preis nicht so gut platzieren konnte, zeigte er sich vollauf zufrieden. „Beim Großen Preis waren wir beim Oxer zu weit weg, deshalb passierte der Fehler. Weder ich noch das Pferd sind schon bei einem solch schweren Springen gestartet“, sagte Kölz dem Döbelner Anzeiger. Überhaupt beim Chio starten zu dürfen, sei eine große Ehre gewesen. „Dass ich dann beim wichtigsten Turnier der Welt so gut mitmischen konnte, und zwei Podestplätze geholt habe, ist umso schöner“, sagte Kölz.

www.chioaachen.de