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Samstag, 28.07.2018 Fußball

Leisniger nicht aufzuhalten

Die VfB-Fußballer haben sich souverän den Titel geholt. Dennoch verläuft der Auftakt etwas holprig.

Von Frank Korn

So oft wie die Fußballer des VfB Leisnig konnte keine Mannschaft der Kreisliga A Staffel Süd jubeln. Die Bergstädter verbuchten 15 Siege in 18 Spielen.
So oft wie die Fußballer des VfB Leisnig konnte keine Mannschaft der Kreisliga A Staffel Süd jubeln. Die Bergstädter verbuchten 15 Siege in 18 Spielen.

© Dietmar Thomas

Leisnig. Die Saison in der Fußball-Kreisliga A Staffel Süd begann nicht unbedingt nach den Vorstellungen des VfB Leisnig. Die Bergstädter starteten mit einer Niederlage bei der SG Zschaitz/Ostrau II. Danach ließ sich der spätere Kreismeister aber fast nichts mehr „zuschulden“ kommen. In der ersten Halbserie gab das Team von Trainer Rico Meister nur noch beim Remis gegen Hochweitzschen Punkte ab. Und am vorletzten Spieltag setzte es in Gleisberg eine deftige 2:6-Niederlage. Doch da standen die Bergstädter schon als Titelträger fest. Der VfB entwickelte sich also vom Abstiegskandidat der Vorsaison zum Kreismeister. Möglich wurde dies durch Umstrukturierungen im Verein und gezielte Verstärkungen.

Wie der spätere Meister startete die Staffel Süd insgesamt etwas holprig in die Spielzeit 2017/2018. Wenige Tage vor Saisonstart hatte der Döbelner SC seine zweite Mannschaft zurückgezogen. Die Liga schrumpfte von elf auf zehn Mannschaften. Das hatte zur Folge, dass der Spielplan neu gemacht wurde, und die Saison eine Woche später mit dem zweiten Spieltag begann. Der erste Spieltag wurde im Oktober nachgeholt.

Den zweiten Platz sicherte sich der SV Medizin Zschadraß. Mit den beiden 2:2-Unentschieden gegen Lok Döbeln und Hohnstädt zum Rückrundenstart verabschiedeten sich die Mediziner frühzeitig aus dem Meisterschaftskampf. Ziel war somit nur noch Platz 2. Mit überzeugenden Auftritten wie beim 9:0-Kantersieg gegen Altenhain oder beim 4:2-Erfolg gegen den direkten Kontrahenten um den zweiten Platz, SG Zschaitz/Ostrau II, sicherten sich die Schützlinge des Trainergespanns Sandro Waßill/Mike Fischer den Platz hinter dem Staffelsieger aus Leisnig. Ausgerechnet im letzten Spiel beim feststehenden Meister (1:5) waren die Zschadraßer vom Pech verfolgt. Erst verloren sie mit Tony Volkert früh im Spiel verletzungsbedingt einen ihrer Leistungsträger. Als sich dann nach einer guten halben Stunde Routinier Rico Schulze schwer am Knie verletzte, brach die Zschadraßer Defensive zusammen. Für Schulze war die Verletzung Anlass, nach 15 Jahren bei den Medizinern sein Karriereende zu verkünden.

Rang drei blieb letztendlich für die SG Zschaitz/Ostrau II. Dabei wäre auch am letzten Spieltag noch der Sprung auf den Silberrang möglich gewesen, doch mit der Niederlage gegen Hochweitzschen war auch diese Möglichkeit verstrichen. Bis zum 15. Spieltag hatten die SG-Fußballer den Vizerang inne, doch im Endspurt schwächelte die Truppe um Ronald Göllnitz und Franz Litzke, und fuhr drei Niederlagen ein. Dennoch reichte es zum Bronzeplatz, weil der Abstand zu den Verfolgern groß genug war.

Die Mannschaft, die noch am dichtesten an die Medaillenränge herankam, war der ESV Lok Döbeln. Das war nach der Hinrunde, die das Team von Trainer Frank Domaniecki auf Platz sieben beendet hatte, nicht unbedingt zu erwarten. Doch in der zweiten Halbserie drehten die Großbauchlitzer auf. Unentschieden gegen Zschadraß und Zschaitz/Ostrau sowie ein Sieg gegen Hochweitzschen trugen ebenso dazu bei wie die drei Siege zum Saisonende.

In der Saison 2016/2017 noch Meister landete der SV Medizin Hochweitzschen ein Jahr später auf dem fünften Platz. Die Gründe für das Abrutschen der Medizin-Elf dürften vielschichtig sein. Jedenfalls kamen sie erst gegen Ende der Saison so richtig in Schwung. Zwar lag die Mannschaft von Klaus Krzemyk und Axel Klingner auch nach der Hinrunde auf Rang fünf, hatte da aber erst zwölf Punkte gesammelt.

Der SV 29 Gleisberg sorgte nicht nur mit seinem Erfolg gegen den Meister aus Leisnig für Aufsehen. Die Truppe um Spielertrainer Frank Baumert hat sich zu einem Team entwickelt, das an einem guten Tag jeden schlagen kann. Der Verein hat in den vergangenen Jahren einiges getan, um junge Leute zu integrieren. Auch wenn dieser Prozess fortgesetzt werden muss, hat man doch schon die Früchte geerntet.

Hinter den Gleisbergern hatte der Hohnstädter SV ebenfalls nichts mit dem Abstieg zu tun. Gegen den kämpften der FSV Dürrweitzschen, die SG Blau-Weiß Altenhain und der SV Aufbau Waldheim. Letztendlich blieb für die Zschopaustädter nur der letzte Platz. Nach dem Verlust fast einer kompletten Mannschaft, was zum freiwilligen Abstieg aus der Kreisoberliga führte, musste man damit rechnen. Dennoch spielt der SV Aufbau auch in der neuen Saison Kreisliga A. Er profitiert vom freiwilligen Rückzug der Altenhainer, die jetzt als Spielgemeinschaft mit dem Hohnstädter SV II in der Kreisliga B antreten. (DA/rs)