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Montag, 16.07.2018

Leise und abgaslos durch die Stadt - Einsatzbereiche des E-Motors

Angesichts der Wende, die in der Mobilität in den kommenden Jahren angestrebt werden soll,

Bild: stux
Bild: stux

fiel die Aufmerksamkeit bereits das eine oder andere Mal auf das E-Auto. Während Verbraucher bislang offenbar vor allem die Nachteile gegenüber dem klassischen Verbrenner entdecken, hegen Experten längst Pläne, wie die Städte auf diese Weise in Zukunft sauberer und frei von Abgasen werden könnten.

Der Einsatz bei öffentlichen Fahrzeugen

In der modernen Stadt sind nach wie vor viele Einsatzfahrzeuge aktiv. Viele Branchen sind nicht dazu in der Lage, auf den individuellen Transport zu verzichten, ohne dadurch den Betrieb einzuschränken. Öffentliche Verkehrsmittel stellen deshalb für Polizei oder Feuerwehr keine Alternative dar. Genau dort könnten in den kommenden Jahren elektrische Motoren dafür sorgen, dass die Belastungen durch Abgase deutlich abnehmen. Durch die klar definierten Einsatzzeiten wäre es möglich, in den Pausen für das Aufladen des Akkus zu sorgen, um am nächsten Tag wieder betriebsbereit zu sein. Erste Ansätze bei Feuerwehrautos wurden bereits in die Nachrichten aufgenommen. Lesen Sie hier eine Konzeptstudie des Feuerwehrfahrzeuges der Zukunft.

Den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen

Bis heute stellt das eigene Auto eine umweltschädliche, aber doch sehr komfortable Art der Fortbewegung dar. Die öffentlichen Verkehrsmittel gelten derweil aufgrund der festgelegten Fahrzeiten und der übermäßigen Belegung zu Stoßzeiten als weniger attraktiv. In den kommenden Jahren wird es nun die Aufgabe der Politik sein, etwas an dieser öffentlichen Wahrnehmung zu ändern. Dafür soll einerseits das Angebot öffentlicher Verkehrsmittel in den Städten ausgebaut und günstiger gestaltet werden.

Gleichsam stehen gezielte Einschränkungen des Autoverkehrs an, die für eine Angleichung der Verhältnisse sorgen sollen. So könnte es in Zukunft nur noch auf weniger Spuren möglich sein, sich mit dem Auto durch die Stadt zu bewegen. Dadurch werden die Fahrzeiten von ÖPNV und dem eigenen Auto weiter angeglichen, um sie gleichauf im Hinblick auf ihre Attraktivität zu stellen.

Das Fahrrad als Chance

Viele Kommunen ziehen in diesen Tagen auch eine Förderung des Radverkehrs in Betracht. Der ADFC weist bereits seit Jahren darauf hin, welch großes Potenzial mit seiner Förderung verbunden sein könnte. Schließlich handelt es sich für die Bevölkerung um eine kostengünstige und sogleich umweltfreundliche Form der Mobilität. Gibt es genügend Radwege, die dafür sorgen, dass Radler nicht mit Autofahrern auf der Straße stehen, so ist bereits für ansprechende Verhältnisse gesorgt.

Doch bislang mangelt es in den meisten deutschen Städten an Möglichkeiten und Aktionen, um dem Fahrrad zum Durchbruch zu verhelfen. Zu groß sind noch immer die Widerstände für die meisten Menschen, sich tatsächlich am Morgen aufs Rad zu setzen und auf diese Weise zur Arbeit zu kommen. Positive Beispiele, wie zum Beispiel Kopenhagen, können ebenfalls nicht restlos überzeugen. Zwar gelang es dort, mehr Radfahrer als Autofahrer auf die Straße zu bringen, doch dieses Projekt zog Kosten in Milliardenhöhe nach sich, die als klares Manko angesehen werden müssen. Die meisten Kommunen sind bislang nicht dazu bereit, diese Summen aufzubringen, um die Utopie in die Tat umzusetzen und für einen Zuwachs an Radfahrern zu sorgen.

Weiterhin ist es deshalb möglich, neuen Innovationen auf diesem Gebiet zum Durchbruch zu verhelfen. Denn noch immer mangelt es vielen Städten an passenden Ideen, um die eigenen Ziele zu erreichen, die in den vergangenen Jahren verkehrspolitischer Natur ins Leben gerufen wurden.