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Donnerstag, 12.07.2018

Leihrad-Anbieter Obike abgetaucht

München/Singapur. In mehreren deutschen Städten wachsen die Probleme mit den silber-gelben Leihrädern von Obike: Sie stehen oft im Weg und sind häufig Ziel von Vandalismus. Zwar habe der Anbieter aus Singapur mehreren Städten versprochen, alle oder einige Räder wegzuräumen. Passiert sei aber nicht viel, sagt etwa der Fahrradbeauftragte der Stadt München, Florian Paul. „Das ist ein großes Ärgernis. Wir versuchen, seit Wochen bei Obike jemanden zu erreichen, der sich um die Entfernung der Räder kümmert.“ Auf 1 000 Räder sollte Obike seinen Fuhrpark in München reduzieren, aber noch immer seien 3 000 in der Stadt.

Obike wurde 2017 gegründet und bietet in mehreren europäischen Städten seine Leihräder an. Zuständig für das Einsammeln der Räder ist nach eigenen Angaben das Schweizer Transportunternehmen Umzug24. Problematisch sei aber die Ortung der Räder, weil die App für die Nutzer nicht mehr richtig funktioniere, sagte Umzug24-Mitarbeiter Sercan Ocar.

Für Unruhe sorgt, dass Obike Singapur Insolvenz angemeldet hat. Auf die Geschäfte an anderen Standorten habe dies aber keine Auswirkungen, teilte der Anbieter im Juni mit. Trotzdem melden auch andere deutsche und europäische Städte Probleme mit Obike: In Hannover erreicht man laut einer Sprecherin der Stadt niemanden mehr bei Obike. In Frankfurt habe die Firma immer seltener falsch abgestellte Räder rechtzeitig entfernt und sei dann teils nicht mehr erreichbar gewesen, sagte der Sprecher des Verkehrsdezernats. (dpa)

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