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Freitag, 10.08.2018

Lehrer schwitzen schon vor dem Schulbeginn

Die Schulen der Region sind bereit für das neue Schuljahr. Offene Lehrerstellen konnten wiederbesetzt werden.

Von Verena Toth

Freizeit in der Schule

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Am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium gibt es vor dem Schulstart jede Menge zu tun. Maritta Richter und Werner Hempel kontrollieren alle technischen Geräte.
Am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium gibt es vor dem Schulstart jede Menge zu tun. Maritta Richter und Werner Hempel kontrollieren alle technischen Geräte.

© Dietmar Thomas

  • Am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium gibt es vor dem Schulstart jede Menge zu tun. Maritta Richter und Werner Hempel kontrollieren alle technischen Geräte.
    Am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium gibt es vor dem Schulstart jede Menge zu tun. Maritta Richter und Werner Hempel kontrollieren alle technischen Geräte.
  • Am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium beginnen am Montag drei neue Lehrer ihren Dienst: Sarah Kastner (Mathe und Religion), Jan Woiwode (Mathe, Geografie, Informatik), Anke Altmann (Französisch, Ethik) (von links).
    Am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium beginnen am Montag drei neue Lehrer ihren Dienst: Sarah Kastner (Mathe und Religion), Jan Woiwode (Mathe, Geografie, Informatik), Anke Altmann (Französisch, Ethik) (von links).

Mittelsachsen. Es geht betriebsam zu in den Schulen der Region. Es werden Stühle gerückt – sowohl im wörtlichen als auch im sprichwörtlichen Sinn –, Klassenzimmer eingeräumt und neue Kollegen in den Lehrerteams begrüßt. Obwohl erst am Montag für die Schüler das neue Schuljahr offiziell startet, haben die Lehrer bereits eine arbeitsreiche Woche hinter sich. „Und das alles bei fast 40 Grad Celsius in manchen Räumen“, berichtet Lothar Weisheit, Schulleiter des Gymnasiums in Hartha.

In der Vorbereitungswoche planen und besprechen die Pädagogen das neue Schuljahr. „Es müssen Konferenzen zu Stundenplänen, Zimmerbelegung und zur pädagogischen Arbeit absolviert werden“, zählt er auf. Aber auch alle technischen Geräte im Haus werden überprüft, die Klassenbücher geschrieben, letzte Reparaturen vorgenommen. „Ohne unser technisches Personal wäre das alles nicht möglich“, macht der Schulleiter deutlich. Nachdem sich zum Schuljahresende gleich drei seiner Kolleginnen in den Ruhestand verabschiedet hatten, mussten diese Stellen wieder besetzt werden. „Das ist auch gelungen“, freut sich der Schulleiter. Drei neue Pädagogen konnte er begrüßen, damit ist sein Team wieder komplett.

Freizeit in der Schule

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Fast alle Bildungseinrichtungen der Region sind Ganzstagsschulen, die den Mädchen und Jungen nach der Unterrichtszeit Möglichkeiten für die Gestaltung ihrer Freizeit bieten. Geleitet werden die Kurse meist nicht von Lehrern, sondern von Honorarkräften, Eltern und Unterstützern der Schulen. Finanziert wird das vom Freistaat.

So können die Waldheimer Grundschüler unter 21 Kursen wählen. Möglichst jedes Interessensgebiet soll dabei berücksichtigt werden. Für die 2. bis 4. Klasse gibt es die Naturspielplatzdetektive, unter dem Motto „Spiel dich schlau!“ Brettspiele für die Erstklässler oder Angeln mit Fisch- und Gewässerkunde für die ältesten Grundschüler. Dreimal wöchentlich gibt es Ganztageskurse für die Förderschüler der Döbelner Regenbogenschule. Neben therapeutischen Angeboten wie Ergotherapie, Logopädie, Motopädie können die Kinder trommeln, Holz bearbeiten, tanzen und Aquagymnastik machen.

Auch an der Oberschule „Am Holländer“ in Döbeln soll es in diesem Schuljahr wieder eine bunte Palette an Angeboten geben. Die Mädchen und Jungen können sich beispielsweise als Schulsanitäter, als Musiker in einer Schulband oder als Schmuckgestalter versuchen. Aktuell sucht die Schule noch zwei Honorarkräfte, die den Gitarren- beziehungsweise den Tanzkurs leiten möchten. „Welche Schüler die jeweiligen Angebote nutzen, entscheidet sich in den ersten Schulwochen, denn die Mädchen und Jungen können frei auswählen“, erläutert Schulleiterin Katrin Wagner.

Für das Schuljahr 2018/2019 erhalten Sachsens Schulen rund 27 Millionen Euro für die Ganztagsangebote. Für die Grundschulen und Gymnasien beträgt die Pauschale 58,56 Euro pro Schüler, und für die Förder- und Oberschulen 96,42 Euro pro Schüler. (DA/vt)

An der Döbelner Oberschule „Am Holländer“ sind die Vorbereitungen ebenfalls erfolgreich verlaufen. Auch Leiterin Katrin Wagner kann mit einem vollständigen Kollegium starten. 84 neue Fünftklässler werden am Montag begrüßt. „Obwohl der erste Schultag immer etwas ruhiger angegangen wird und zum Kennenlernen gedacht ist, wird es sicher aufgrund der herrschenden Temperaturen anstrengend für alle“, blickt Katrin Wagner voraus. Das Schulhaus kühle sich nur langsam ab, die Räume seien richtig aufgeheizt. „Wir haben aber einen Hitzeplan, sollte es so heiß bleiben. Dann werden die Unterrichtsstunden verkürzt“, erklärt sie.

Auch für Angela Jurczyk, die als Grundschulleiterin von Waldheim nach Ostrau gewechselt ist, hat das neue Schuljahr und die neue Aufgabe längst begonnen. „Mein Büro ist eingerichtet und ich habe mich schon prima eingelebt“, berichtet sie. Wie zuvor versprochen, radelt die 56-Jährige nun täglich zur Schule. „Auch bei 35 Grad Celsius!“, lacht sie. Alle Vorbereitungen seien erledigt. Hochmotiviert startet sie mit ihrem neuen Kollegium ins Schuljahr, berichtet sie. Für jeden einzelnen ihrer sieben Mitarbeiter habe sie sich zusätzlich Zeit für ein persönliches Gespräch genommen. „Wir sind gut vorbereitet und freuen uns auf unsere 31 Schulanfänger“, sagt die Schulleiterin. Besonders schön sei, dass die Schulanfangsfeier am Sonnabend dank viel Unterstützung vom Förderverein im „Wilden Mann“ stattfinden kann.