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Montag, 11.06.2018

Lehrer protestieren

Sachsens Lehrer demonstrieren in Dresden gegen Verbeamtungs-Pläne und gegen die damit verbundene ungleiche Bezahlung.

Von Franz Werfel

© Symbolfoto: dpa

Freital/Dresden. Wenn am 12. Juni Lehrer aus ganz Sachsen auf dem Dresdner Carolaplatz demonstrieren, sind auch viele aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge dabei. Das teilt Ulf Krüger mit, Kreis-Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. „Im März hat die Staatsregierung ohne Beteiligung der Gewerkschaften ihr Handlungsprogramm zur Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen beschlossen“, so Krüger. Das Programm beinhalte Verbesserungen, die die Lehrer fordern, wie etwa höhere Gehälter für Grundschullehrer.

Kern des Programms ist die Verbeamtung von Lehrern bis 42 Jahre. „Ob das zu einem Run von jungen Leuten in sächsische Lehrerzimmer führt, wird die Zeit zeigen“, so Krüger. Die Regierung habe jedoch vergessen, einen angemessenen Ausgleich für diejenigen zu schaffen, die nicht verbeamtet werden. „Während junge Lehrer aufgrund ihres Alters einfach so finanziell bessergestellt werden, sollen die Älteren erst durch zusätzliche Leistungen unter Beweis stellen, dass sie es wert sind, eine zusätzliche Prämie zu erhalten“, so Krüger. „Wertschätzung derjenigen, die das System in den vergangenen Jahren wesentlich getragen haben, sieht anders aus.“ Auch von oft angekündigten spürbaren Entlastungen im Arbeitsalltag sei nichts zu sehen. Gerade jetzt müssten Schulen viel leisten, um Kindern und Eltern gerecht zu werden. (SZ)