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Donnerstag, 18.01.2018

KVG-Busse rollen weiter gen Norden

Die Niederschlesische Verkehrsgesellschaft gibt es nicht mehr. Ihre Kilometer übernehmen Kollegen im Süden.

KVG-Busse am Löbauer Bahnhof.
KVG-Busse am Löbauer Bahnhof.

© Rafael Sampedro

Zum Jahresbeginn hat es eine Veränderung beim öffentlichen Nahverkehr im Landkreis gegeben: Die Niederschlesische Verkehrsgesellschaft (NVG) mit Sitz in Görlitz hat ihre Arbeit eingestellt. Sie war bislang eines von mehreren Subunternehmen, die im Görlitzer Umland und im Norden des Kreises bis Weißwasser mit Bussen im Nahverkehr unterwegs waren. Generell verantwortlich für den Nahverkehr in diesem Gebiet ist die Regionalbus Oberlausitz GmbH mit Sitz in Bautzen (RBO). Sie hatte bei einer Ausschreibung 2013 den Zuschlag für den Busverkehr im Norden des Kreises erhalten. Im Süden hatte damals die Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck (KVG) den Zuschlag erhalten und bedient seitdem auch weiterhin die bestehenden Strecken.

Außerdem ist die KVG als Subunternehmer der RBO aber eben auch in den vergangenen Jahren schon im Nordteil des Kreises unterwegs gewesen – gemeinsam mit anderen Busunternehmen und mit der NVG. Das bestätigt KVG-Chef Alfons Dienel auf SZ-Nachfrage. Ausgenommen davon war und bleibt der Stadtverkehr Görlitz selbst, dort ist die Verkehrsgesellschaft Görlitz bis Ende dieses Jahres weiterhin zuständig.

Mit dem Ende der NVG übernehmen nun die anderen Anbieter deren Leistungen mit. Konkret bedeutet das laut Alfons Dienel: „Die NVG ist rund eine Million Kilometer pro Jahr gefahren. Die Hälfte davon übernimmt jetzt die KVG.“ Die anderen Kilometer teilen sich die RBO und weitere private Anbieter als Subunternehmen. Dienel, der zugleich auch Betriebsleiter des RBO-Betriebsteiles Görlitz ist, betont, dass sich für die Kunden durch die Neuordnung selbst nichts geändert hat. Es werden weder Linien noch Zeiten verändert.

Für die bisher 30 Busfahrer und Werkstattmitarbeiter der NVG ändert sich hingegen allerhand: 14 Busfahrer und ein Schlosser sind inzwischen von der NVG zur KVG gewechselt, bestätigt Dienel. Andere wiederum haben sich bei anderen Unternehmen, beispielsweise auch bei der Regiobus Potsdam Mittelmark GmbH beworben. Diese Firma ist in Brandenburg für ihre Fahrgäste unterwegs und wird von einem ehemaligen Görlitzer Verkehrsplaner geleitet. (SZ/abl)